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Optris Anwendungs-Banner Glas Floatglas

Präzise Infrarotkameras im Floatglas-Herstellungsprozess

Steigerung der Effizienz bei der Floatglasherstellung mit Infrarot-Technologie

Herausforderung

Eine gleichmäßige Temperaturverteilung über die gesamte Glasoberfläche während der Abkühlung sicherzustellen, ist schwierig, da herkömmliche punktbasierte Messungen thermische Ungleichmäßigkeiten nicht erfassen. Raue Umgebungsbedingungen wie Hitze und Staub verringern zusätzlich die Messzuverlässigkeit und Lebensdauer der Sensoren.

Lösung

Der Einsatz von zeilenscannender Infrarotbildgebung ermöglicht eine kontinuierliche, vollflächige Temperaturerfassung während der Abkühlung. Dadurch sind präzise Echtzeitüberwachung und sofortige Prozessanpassungen selbst in heißen, staubigen Umgebungen möglich.

Vorteile

  • Reduziert das Risiko innerer Spannungen und Glasbrüche während der Produktion
  • Minimiert Ausschuss durch gleichmäßige Abkühlung der gesamten Glasoberfläche
  • Ermöglicht Echtzeit-Feedback und automatisierte Steuerung des Kühlprozesses
  • Senkt Energiekosten durch optimierte Leistung der Kühlzonen
  • Verbessert die Gesamt­effizienz und Prozess­konstanz in der Floatglasproduktion

Die Risiken ungleichmäßiger Temperaturverteilung

Das Floatglasverfahren wird eingesetzt, um große Flachglasscheiben herzustellen, indem geschmolzenes Glas auf einem Bad aus flüssigem Zinn schwimmt. Dadurch entsteht eine glatte und gleichmäßige Oberfläche. Nachdem das Glas das Zinnbad bei etwa 265 °C verlässt, durchläuft es kontrollierte Kühlzonen, in denen seine Temperatur allmählich auf etwa 55 °C sinkt. Dieser Schritt ist entscheidend, um thermische Spannungen zu vermeiden, die zu Defekten wie Rissen oder spontanen Brüchen führen können.

Eine der größten Herausforderungen in diesem Prozess besteht darin, eine gleichmäßige Temperaturverteilung über die gesamte Glasoberfläche während der Abkühlung sicherzustellen. Ungleichmäßiges Abkühlen kann interne Spannungen verursachen, die das Glas schwächen und seine Qualität beeinträchtigen. Traditionell wurden Pyrometer verwendet, um die Temperatur an bestimmten Punkten zu messen, doch sie liefern nur lokale Messwerte, die das vollständige thermische Profil des Glases nicht erfassen.

Darüber hinaus kann die raue Umgebung der Kühlzonen – mit hohen Temperaturen und Staub – die Genauigkeit und Lebensdauer herkömmlicher Messinstrumente beeinträchtigen. Staubablagerungen auf den Sensoren können deren Wirksamkeit verringern und zu ungenauen Messungen führen.

Die Notwendigkeit einer präzisen, Echtzeit-Temperaturüberwachung ist daher entscheidend – nicht nur zur Verbesserung der Produktqualität, sondern auch zur Steigerung der Produktionseffizienz. Fortschrittliche Infrarot-Temperaturmesssysteme bieten eine umfassendere Lösung, da sie es den Herstellern ermöglichen, die gesamte Glasoberfläche zu überwachen und rechtzeitig Anpassungen im Kühlprozess vorzunehmen, um gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen und Ausschuss zu reduzieren.

Präzise Infrarotkameras im Floatglas-Herstellungsprozess
Infrarot Glas Floatglas

Zeilenscantechnologie für eine umfassende Temperaturkartierung der Oberfläche

Die Integration von Optris PI 400 Infrarotkameras in den Floatglasherstellungsprozess bietet eine präzise und effektive Lösung für die Herausforderungen der Temperaturüberwachung. Die PI 400 ist eine kompakte Infrarotkamera mit den Abmessungen 46 × 56 × 68 mm und eignet sich ideal für industrielle Umgebungen, in denen Platz und Positionierung entscheidend sind. Mit einer hohen optischen Auflösung von 382 × 288 Pixeln liefert die PI 400 detaillierte Wärmebilder, die während der Kühlphase die gesamte Glasoberfläche abdecken. Diese hohe Auflösung ermöglicht es den Herstellern, selbst kleinste Temperaturschwankungen zu erkennen, die die Glasqualität beeinträchtigen könnten.

Die Infrarotkamera arbeitet in einem Spektralbereich von 8–14 µm, der sich ideal zur Messung der Glasoberflächentemperatur eignet. Mit individuell anpassbaren Temperaturbereichen von –20 °C bis 1500 °C ist die PI 400 vielseitig genug, um verschiedene Phasen des Floatglas-Kühlprozesses zu überwachen. An dem kritischen Punkt, an dem das Glas das flüssige Zinnbad bei etwa 265 °C verlässt und durch verschiedene Kühlzonen abkühlt, erfasst die PI 400 kontinuierlich Wärmebilddaten. Durch den Einsatz austauschbarer Objektive mit Sichtfeldern bis zu 80° können Hersteller die jeweils passende Konfiguration wählen, um große Bereiche effizient zu überwachen.

Ein wesentlicher Vorteil der PI 400 ist ihre Integration mit der Zeilenscantechnologie. Während das Glas durch die Kühlzonen bewegt wird, nimmt die Kamera eine Reihe von Wärmebildern auf, die zu einer umfassenden Temperaturkarte zusammengefügt werden. So können Bediener die gesamte Glasoberfläche in Echtzeit überwachen und sicherstellen, dass der Kühlprozess in allen Bereichen gleichmäßig verläuft. Die Kamera bietet zudem eine beeindruckende Bildfrequenz von 80 Hz, die schnelle und präzise Messungen ermöglicht – entscheidend für die Aufrechterhaltung der Produktqualität.

Die PI 400 ist in einem fortschrittlichen Kühlgehäuse untergebracht, um einen zuverlässigen Betrieb in den hohen Umgebungstemperaturen der Glasproduktion sicherzustellen. Dieses Schutzgehäuse ermöglicht den Einsatz bei Umgebungstemperaturen bis 250 °C und ist mit Wasser- und Luftkühlung ausgestattet. Zusammen mit der Ethernet-Schnittstelle der Kamera und optionaler GigE-Unterstützung lässt sich das System nahtlos in die Steuerung der Produktionsanlage integrieren. Das Kühlgehäuse enthält außerdem eine laminare Luftspülung, die verhindert, dass sich Staub und Schmutz auf der Kameralinse absetzen, wodurch eine gleichbleibende Leistung über längere Zeiträume gewährleistet wird.

Automatisierung des Kühlprozesses für höhere Effizienz und Kosteneinsparungen

Der Einsatz von Optris PI 400 Infrarotkameras im Floatglasprozess bietet Herstellern erhebliche Vorteile. Das Temperaturmesssystem gewährleistet durch kontinuierliche Echtzeitüberwachung eine gleichmäßige Abkühlung des Glases und verringert so das Risiko spannungsbedingter Defekte. Dies führt zu weniger Ausschuss und einer insgesamt höheren Effizienz in der Produktionslinie. Dank der hohen optischen Auflösung und des großen Sichtfelds erfasst die PI 400 Wärmebilddaten über die gesamte Glasoberfläche und bietet damit ein wesentlich umfassenderes Temperaturprofil als herkömmliche Pyrometer, die nur punktuell messen.

Ein entscheidender Vorteil der PI 400 liegt in ihrer Fähigkeit, den Kühlprozess zu automatisieren. Das Wärmebildsystem kann direkt in das Steuerungssystem der Anlage integriert werden, sodass Bediener Temperaturschwellen und Alarme definieren können. Weicht das Glas von der Solltemperatur ab, passt das System die Kühlparameter automatisch an, um optimale Bedingungen sicherzustellen. Dies verbessert nicht nur die Produktqualität, sondern senkt auch den Energieverbrauch durch eine optimierte Steuerung der Kühlzonen.

Die Optris PI 400 überzeugt durch ihr robustes Design und ihre flexiblen Integrationsmöglichkeiten. Mit Funktionen wie Power over Ethernet (PoE) und USB-zu-GigE-Konnektivität kann die Kamera Daten über große Entfernungen übertragen, ohne zusätzliche Stromversorgung oder komplexe Installationen. Das ist besonders vorteilhaft in großflächigen Floatglas-Produktionsanlagen, in denen sich die Leitwarte oft weit von der Produktionslinie befindet. Darüber hinaus ermöglicht die Software PIX Connect die gleichzeitige Überwachung mehrerer Kühlzonen. Diese lizenzfreie Software bietet erweiterte Analysefunktionen, darunter Temperaturprofile und Alarmmanagement, und ist somit ein wertvolles Werkzeug zur Prozessoptimierung.

Die PI 400 bietet hohe Präzision und Zuverlässigkeit bei der Temperaturüberwachung in der Floatglasproduktion. Ihre mittlere Auflösung, das breite Sichtfeld und die robusten Schutzfunktionen machen sie zur bevorzugten Wahl für Hersteller, die ihre Produktqualität verbessern und gleichzeitig Ausschuss und Betriebskosten senken möchten. Durch die Kombination modernster Infrarot-Bildgebungstechnologie mit intuitiver Software und flexiblen Integrationsoptionen bietet die PI 400 eine umfassende Lösung zur Optimierung des Floatglasprozesses.

Automatisierung des Kühlprozesses für verbesserte Effizienz und Kosteneinsparungen

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