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Optris IR Anwendungs-Banner Auto Prüfung von Sitzheizungen

Von manuellen zu automatisierten Systemen: Prüfverfahren für Sitzheizungen in Fahrzeugen

Identifizierung und Vermeidung fehlerhafter Kabelverbindungen in Sitzheizungen von Autos mit einer Wärmebildkamera

Herausforderung

Die manuelle Prüfung von Sitzheizungen ist zeitaufwendig und unzuverlässig, wodurch Defekte in empfindlichen Heizdrähten oder Kabelverbindungen unentdeckt bleiben können, die zu Überhitzung oder Brandgefahren führen.

Lösung

Das Wärmebildsystem automatisiert die visuelle und funktionale Prüfung der Sitzheizungen und ermöglicht durch die Echtzeit-Temperaturüberwachung eine schnelle Verifizierung der Wärmeverteilung und der Sicherheitsabschaltungen.

Vorteile

  • Reduziert die Prüfzeit von 15 Minuten auf 30 Sekunden
  • Ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Kabelverbindungsproblemen und Drahtschäden
  • Bestätigt die zuverlässige Funktion der Sicherheitsmechanismen, bevor die Sitze die Station verlassen
  • Gewährleistet einen gleichmäßigen Temperaturanstieg bei allen geprüften Einheiten
  • Unterstützt einen effizienten Produktionsablauf durch automatisierte Gut-/Schlecht-Signalisierung

Identifizierung fehlerhafter Kabelverbindungen, die zu defekten Heizelementen in Autositzheizungen führen

Sitzheizungen sind eine ausgezeichnete Ergänzung für jedes Fahrzeug, das in kühlem Wetter oder in Regionen mit strengen Wintern genutzt wird. Die sorgfältige Montage elektronischer Komponenten und Steuerungen während der Integration ist essenziell, um eine zuverlässige und langlebige Leistung sicherzustellen.

Sitzheizungen funktionieren über ein Heizelement, einen langen Materialstreifen, der als Widerstand dient. Dieser Widerstand behindert den Stromfluss, wandelt elektrische Energie in Wärme um und erwärmt so den Sitz. Probleme mit dem Heizelement sind die häufigsten Ursachen für Fehlfunktionen bei Sitzheizungen. Der Heizdraht ist in der Regel dünn und fragil, was ihn anfällig für Brüche macht.

Das Testen der Sitzheizungen ist entscheidend, bevor sie in den Sitzen installiert werden, da fehlerhafte Kabelverbindungen im schlimmsten Fall zu Bränden führen können. Hersteller müssen sicherstellen, dass diese Komponenten korrekt installiert sind und ordnungsgemäß funktionieren.

In dieser Anwendung möchte ein Automobilhersteller sein Prüfverfahren für Sitzheizungen optimieren. Der Hersteller sucht ein Temperaturmesssystem, das die Funktionalität der Heizsysteme sicherstellt und eine schnelle sowie einfache Durchführung des Testprozesses ermöglicht. Interessanterweise wurde dieses Prüfverfahren zuvor manuell durchgeführt. Techniker überprüften per Hand, ob die Sitzelemente nach 10–15 Minuten Heizen die gewünschte Temperatur erreicht hatten. Der Hersteller legt großen Wert darauf, eine schnellere, ebenso zuverlässige Prüfmethode zu finden.

Identifizierung und Vermeidung fehlerhafter Kabelverbindungen in Sitzheizungen von Autos mit einer Wärmebildkamera
Überprüfung der Übersitzungsschutzmechanismen und der Funktion von Sitzheizungen in der Automobilfertigung

Überprüfung von Überhitzungsschutzmechanismen und Funktion von Sitzheizungen in der Automobilproduktion

Die Lösung für die Herausforderungen des Herstellers ist die Integration einer Optris PI 640i Infrarot-Wärmebildkamera. Diese Infrarotkamera mit VGA-Auflösung (640 × 480 Pixel) und einer herausragenden thermischen Empfindlichkeit von 40 mK eignet sich ideal zur hochpräzisen Erkennung selbst geringster Temperaturunterschiede und lässt sich nahtlos in Bildverarbeitungssoftware integrieren.

Die Temperaturkontrolle mit der PI 640i umfasst zwei Hauptschritte: die visuelle Inspektion und den Funktionstest der in den Sitzen verbauten Heizmatten. Diese Matten bestehen aus speziellen Heizdrähten, oft aus metallischem Kupfer, die gleichmäßig verteilt sind, um eine konstante Wärmeabgabe sicherzustellen. Während der visuellen Inspektion prüfen Techniker, ob die Drähte korrekt installiert sind und keine sichtbaren Schäden oder Defekte aufweisen, wobei besonderes Augenmerk auf die Verbindungen in den Kupferkabeln, Anschlussbuchsen und Steckern gelegt wird.

Nach der visuellen Prüfung erfolgt ein Funktionstest. Die Sitze werden an eine Stromquelle angeschlossen und die Heizelemente aktiviert. Die Temperatur wird kontinuierlich über einen festgelegten Zeitraum gemessen, wobei die Infrarotkamera die Temperaturverteilung auf der Sitzfläche und der Rückenlehne aufzeichnet. Das Hauptziel dieses Tests ist es zu verifizieren, dass die Sitztemperaturen innerhalb eines definierten kurzen Zeitraums ansteigen.

Ein wesentlicher Aspekt des Prüfprozesses ist die Überprüfung der Sicherheitssysteme. Moderne Sitzheizungen verfügen über Thermostate und Überhitzungsschutzmechanismen, die die Heizung automatisch abschalten, wenn eine bestimmte Temperatur überschritten wird, um Brandrisiken zu vermeiden. Während des Tests wird gezielt versucht, diese Schutzsysteme auszulösen, um deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Die PI 640i kann in beliebiger Entfernung innerhalb der Anlage installiert werden und die notwendigen Signale an verschiedene Peripheriegeräte ausgeben. Wird beispielsweise ein bestimmter Temperaturschwellenwert auf der Sitzoberfläche überschritten (z. B. 35 °C), kann ein analoges Signal von der Kamera an eine Alarm-LED gesendet werden, die den zuständigen Spezialisten an der Zertifizierungsstation der Fahrzeugfertigung warnt.

Befinden sich alle Werte im korrekten Bereich, kann ein Signal ausgegeben werden, das anzeigt, dass das Fahrzeug für die Freigabe an der aktuellen Station bereit ist und in den nächsten Produktionsschritt übergehen kann. Diese Automatisierung hat die Produktionszeit des Herstellers erheblich reduziert, da der Test nur 30 Sekunden dauert.

Erfassung dynamischer thermischer Prozesse dank der hochfrequenten radiometrischen Bildgebung

Die PI 640i bietet erhebliche Vorteile in vielen thermisch relevanten Produktionsprozessen. Besonders aufgrund ihrer hohen thermischen Empfindlichkeit können Temperaturänderungen im Sitz in kurzer Zeit erkannt werden. Dies führte zu einer deutlichen Zeitersparnis in der Produktionslinie und war ein großer Vorteil für den Kunden.

Ein weiterer Vorteil der PI 640i ist ihre Fähigkeit, radiometrische Videos mit einer Bildrate von 32 Hz und sogar 125 Hz im Subframe-Modus aufzuzeichnen. Diese hohe Bildrate ermöglicht es, schnelle Temperaturänderungen und dynamische Prozesse im 3D-Druck präzise zu überwachen und zu analysieren.

Die Infrarotkamera ist mit auswechselbaren Objektiven ausgestattet, die verschiedene Sichtfelder abdecken (15°, 33°, 60° und 90°). Dies bietet Flexibilität bei der Anpassung an unterschiedliche Druckergrößen und Anwendungen, indem Fokus und Sichtfeld je nach spezifischen Anforderungen gewählt werden können.

Die PI 640i ist zudem robust und für den Einsatz in industriellen Umgebungen ausgelegt. Sie verfügt über die Schutzklasse IP67, die sie vor Staub und Wasser schützt, und kann während des Betriebs Temperaturen von 0 °C bis 50 °C standhalten (mit separatem Zubehör kann die Robustheit der Kamera weiter erhöht werden). Dies gewährleistet ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Integration in bestehende Systeme wird durch verschiedene Schnittstellen und ein umfassendes Softwarepaket erleichtert. Die Kamera kann über USB 2.0 oder optional über eine Gigabit-Ethernet-(PoE)-Schnittstelle angeschlossen werden. Das mitgelieferte Optris PIX Connect Softwarepaket ermöglicht eine einfache Einrichtung und Fernüberwachung der Kamera.

Darüber hinaus bietet die Kamera mehrere industrielle Prozessschnittstellen, darunter analoge und digitale Ein- und Ausgänge sowie Relais für Alarm- und Fail-Safe-Funktionen.

Erfassung dynamischer thermischer Prozesse dank radiometrischer Bildgebung mit hoher Bildfrequenz

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