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Infrarot-Temperaturmessung für den Brandschutz in der Abfallverwertung

Brandschutz in Abfallbunkern: Früherkennung brennender Abfälle mit fortschrittlicher Infrarottechnologie und maßgeschneiderter Software

Herausforderung

Müllbunker sind aufgrund brennbarer Abfälle und beengter Bedingungen anfällig für spontane Brände. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um Anlagenschäden, giftigen Rauch und kostenintensive Löschmaßnahmen mit Wasser zu vermeiden.

Lösung

Ein thermisches Überwachungssystem scannt kontinuierlich die Bunkerflächen, um frühe Temperaturanstiege zu erkennen. So lassen sich potenzielle Zündquellen schnell identifizieren und gezielte Maßnahmen ergreifen, bevor Brände entstehen.

Vorteile

  • Verhindert Großbrände durch frühzeitige Erkennung thermischer Anomalien
  • Ermöglicht gezieltes Eingreifen und reduziert unnötigen Wasserverbrauch
  • Minimiert Stillstandzeiten und Betriebsunterbrechungen
  • Erhöht die Arbeitssicherheit durch Vermeidung giftiger Rauchentwicklung
  • Reduziert die Umweltbelastung durch kontaminiertes Löschwasser

Kritischer Brandschutz im Recycling: Früherkennung und schnelle Reaktion

Müllbunker enthalten große Mengen brennbarer Materialien wie Papier, Kunststoffe und organische Abfälle, die sich unter bestimmten Bedingungen selbst entzünden können. Die beengte Bauweise dieser Bereiche, kombiniert mit der vielfältigen und oft unvorhersehbaren Zusammensetzung des Abfalls, macht sie besonders anfällig für eine schnelle Brandausbreitung. Brände in Müllbunkern können erhebliche Schäden an Anlagen verursachen, den Betrieb stören und ernsthafte Sicherheitsrisiken für das Personal darstellen. Beim Verbrennen von Abfällen entstehen dichter Rauch und giftige Dämpfe. Eine frühzeitige Erkennung ist erforderlich, um ein rasches Eingreifen zu ermöglichen – entscheidend, um kleine Glutnester zu identifizieren, bevor sie sich zu einem Großbrand entwickeln.

Wenn ein solcher Großbrand entsteht, muss der gesamte Bunker geflutet werden. Die dabei entstehenden Wassermengen werden stark verunreinigt und können nicht wie normales Abwasser behandelt werden. Das führt zu hohen finanziellen Verlusten – nicht, weil der Abfall verbrannt ist, sondern weil das Löschwasser fachgerecht entsorgt werden muss. Schnelligkeit ist daher entscheidend für den Brandschutz. Eine frühe Erkennung von Brandherden erhöht die Chance, Schäden durch schnelles Eingreifen erheblich zu minimieren. Eingriffe in Müllbunkern sind vergleichsweise einfach, indem man potenziell entzündliche Abfallbereiche entfernt oder lokal mit einem Feuerlöscher eingreift, bevor sich ein Brand ausbreitet.

IRI Scan
IRIS's Früherkennung von Bränden zur Lokalisierung von brennendem Müll mit IR-Kameras

Früherkennung von Bränden durch IRIS mit Infrarotkameras

Die IRIS GmbH hat ein spezialisiertes und erfolgreiches System zur frühzeitigen Branderkennung auf Basis modernster Infrarotmesstechnik entwickelt. Dieses System nutzt eine Infrarotkamera von Optris, um potenzielle Brandherde zu erkennen, bevor sie sich entzünden, indem es Temperaturanstiege überwacht. Das IRIScan FS System setzt auf diesen Ansatz und verwendet eine bewährte industrielle Infrarotkamera von Optris.

Zum System gehört die speziell entwickelte IRISvisual Software, die erfasste Wärmebilder auswertet und thermische Gefahrenquellen in Echtzeit lokalisiert. Sie ermittelt die höchste Temperatur in jedem Bildbereich und löst einen Alarm oder eine Warnung aus, wenn ein vordefinierter Schwellenwert überschritten wird. Das System bietet mehrstufig einstellbare Warn- und Alarmschwellen, wobei erste Warnungen bereits bei Temperaturen ab 70 °C oder 80 °C erfolgen können. So können Bediener den betroffenen Bereich auf dem Wärmebild schnell lokalisieren und Brände oft schon im Vorfeld verhindern. Das System eignet sich für zahlreiche Branchen, in denen herkömmliche Brandmelder unpraktisch sind, und ist unempfindlich gegenüber großen Mengen an Staub oder Rauch in der Umgebung. In anspruchsvollen Umgebungen sorgen Luftspüleinrichtungen dafür, dass die optischen Komponenten der Infrarotkamera sauber bleiben.

Die IRISvisual Software steuert alle Systemfunktionen und bietet flexible, anwendungsabhängig anpassbare Alarmstufen. Die erste Temperaturschwelle dient als Frühwarnung, während zusätzliche Schwellen optional sofortige Alarme an die Feuerwehr auslösen können. Wird eine kritische Temperatur überschritten, gibt die Software visuelle und akustische Signale an den Bediener aus und zeichnet aktuelle Wärmebilder oder Videos auf. Das System lässt sich an individuelle Kundenanforderungen anpassen und kann Alarm- und Statusmeldungen in der Leitwarte, vor Ort oder über Netzwerk, E-Mail oder SMS ausgeben.

Die Software wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die neueste Version integriert Objekterkennung, um Fehlalarme – beispielsweise durch heiße Fahrzeugteile wie den Auspuff eines Gabelstaplers – zu vermeiden. Dank dieser Funktion kann das System den Gabelstapler als Objekt identifizieren und unnötige Alarme verhindern.

Im Zentrum des IRIScan FS Systems steht Optris mit einem umfassenden Portfolio an Infrarotkameras und Zubehör, das flexibel an die Anforderungen jedes Kunden angepasst werden kann. So lassen sich Auflösung und Objektiv optimal auf die jeweiligen Systemanforderungen abstimmen. In rauen Umgebungen sorgen Luftspüleinrichtungen dafür, dass die optischen Komponenten der Kamera sauber und funktionsfähig bleiben. Die Lösungen von Optris sind darauf ausgelegt, präzise und effiziente Branderkennung zu gewährleisten – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Schutz in Recyclinganlagen.

Genauigkeit, NETD und MFOV in Infrarotkameras für die Brandfrüherkennung

Messgenauigkeit und eine geringe Rauschäquivalente Temperaturdifferenz (NETD) sind entscheidend für die Brandfrüherkennung. Eine präzise Temperaturmessung stellt sicher, dass selbst kleinste Temperaturerhöhungen erkannt werden und somit eine frühzeitige Warnung erfolgt, bevor sich ein Feuer vollständig entwickelt. Ein niedriger NETD-Wert, der die thermische Empfindlichkeit einer Infrarotkamera beschreibt, ermöglicht die Erfassung minimaler Temperaturunterschiede. Diese hohe Empfindlichkeit ist unerlässlich, um Hotspots zu identifizieren, die auf den Beginn eines Brandes hinweisen könnten.

Darüber hinaus ist das Messfeld (MFOV) bei Anwendungen zur Brandfrüherkennung von zentraler Bedeutung. MFOV beschreibt das kleinste Detail, das die Infrarotkamera in einer bestimmten Entfernung präzise erfassen kann. Diese räumliche Auflösung ist wichtig, um genaue Temperaturunterschiede innerhalb einer Szene zu erkennen. Das Verständnis des MFOV ist entscheidend, da mit zunehmender Entfernung zum Messobjekt die Messgenauigkeit der Kamera abnimmt. Ein kleines MFOV stellt sicher, dass selbst kleinste Hotspots frühzeitig erkannt werden – und liefert damit entscheidende Daten, um Brände zu verhindern, bevor sie sich ausbreiten.

Die IRIS-Software basiert auf dem leistungsstarken Software Development Kit (SDK) von Optris, das eine robuste Grundlage für fortschrittliche Infrarotmessung und -analyse bietet. Das SDK ermöglicht die nahtlose Integration einer Vielzahl von Infrarotkameras, gewährleistet präzise Temperaturmessungen und Echtzeitdatenverarbeitung. Mit den erfassten Temperaturdaten kann das System komplexe Wärmeanalysen durchführen, erweiterte Objekterkennungsalgorithmen implementieren und zuverlässige Branderkennung auch in schwierigen Umgebungen ermöglichen. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen und Anpassungsfähigkeit bleibt das Optris SDK stets auf dem neuesten Stand der Infrarottechnologie.

Müllbunker IR-Bild

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