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Infrarot-Thermometer und IR-Kamera optimieren Rennwagen

Herausforderungen bei der Temperaturüberwachung im Motorsport und effiziente Optimierungen durch Infrarot-Temperaturmessungen

Herausforderung

Die Aufrechterhaltung optimaler Brems- und Reifentemperaturen während Hochgeschwindigkeits-Testfahrten ist aufgrund des schnellen Wärmeaufbaus, der rauen Fahrbedingungen und der Unpraktikabilität von Kontaktsensoren an beweglichen Komponenten schwierig. Ohne präzise, kontinuierliche Daten lassen sich Überhitzungsrisiken, Materialermüdung und Fehler im Setup nicht wirksam identifizieren oder verhindern.

Lösung

Ein Rennteam integriert Infrarot-Pyrometer und Wärmebildkameras zur kontaktlosen Temperaturüberwachung in Echtzeit während der Fahrt. Diese Sensoren werden strategisch montiert, um präzise thermische Daten von Bremsen, Reifen und Batterien zu erfassen. Dadurch sind dynamische Analysen unter Rennbedingungen möglich und gezielte Anpassungen zur Verbesserung von Fahrzeugleistung und Sicherheit können vorgenommen werden.

Vorteile

  • Ermöglicht die frühzeitige Erkennung kritischer Überhitzung während dynamischer Fahrzeugtests
  • Verbessert Reifengrip und Verschleiß durch die Feinabstimmung des Fahrwerks mithilfe thermischer Erkenntnisse
  • Reduziert Materialschäden durch kontinuierliche Überwachung der Bremstemperatur
  • Unterstützt die langfristige Optimierung durch den Vergleich von Temperaturverläufen über mehrere Testsitzungen hinweg
  • Verbessert Energieeffizienz und Sicherheit in der Batterieentwicklung durch detaillierte Wärmebildanalyse

Herausforderungen bei der Messung von Brems- und Reifentemperaturen

Formula Student ist einer der anspruchsvollsten studentischen Ingenieurwettbewerbe weltweit. Teams auf der ganzen Welt entwickeln jedes Jahr neue Rennwagen, um diese bei nationalen und internationalen Veranstaltungen zu testen. FaSTTUBe, das Formula-Student-Team der TU Berlin, nutzt moderne Technologien zur Fahrzeugoptimierung, darunter Optris Infrarot-Pyrometer zur Überwachung von Brems- und Reifentemperaturen. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Temperatur empfindlicher Komponenten wie der Bremsen und benachbarter Bauteile zu kontrollieren. Eine übermäßige Temperatureinwirkung kann zu schwerwiegenden Problemen führen – von Materialermüdung bis hin zu Sicherheitsrisiken. Ohne eine kontinuierliche Temperaturmessung wäre eine gezielte Analyse von Temperaturverläufen und eine Optimierung der Performance nahezu unmöglich.

Die Herausforderung bei den Bremsen besteht darin, dass hohe Temperaturen sehr schnell entstehen und manuell nur schwer nachverfolgt werden können. Bei früheren Testfahrten führte Überhitzung wiederholt zu Materialschäden. Ohne präzise Temperaturdaten lassen sich Ursachen wie übermäßige Reibung oder Konstruktionsfehler nicht rechtzeitig identifizieren. Die Platzierung von Kontaktthermometern an beweglichen Teilen ist unpraktisch.

Auch die Reifentemperatur ist ein entscheidender Leistungsfaktor. Die optimale Betriebstemperatur muss konstant eingehalten werden, um maximalen Grip und einen gleichmäßigen Reifenverschleiß sicherzustellen. Ungleichmäßige Temperaturverteilungen können auf Probleme im Fahrwerks-Setup hinweisen und müssen frühzeitig erkannt werden.

Die Montage von Kontaktthermometern an beweglichen Bauteilen ist unpraktisch. Werden Kontakt-Temperatursensoren nicht direkt an den überhitzungsgefährdeten Bauteilen, sondern nur in deren Nähe montiert, führt dies zu unzureichenden Temperatursignalen oder zu einer verzögerten beziehungsweise ausbleibenden Temperaturreaktion.

Infrarotlösungen im Rennsport: Präzise Temperaturmessung in Echtzeit

Das FaSTTUBe-Rennteam setzt Optris CSmicro-Pyrometer für die kontinuierliche Temperaturmessung ein. Diese Pyrometer zeichnen sich durch ihre kompakte Bauform aus, die eine einfache Integration in den Rennwagen ermöglicht. Die Sensoren werden an kritischen Punkten des Fahrzeugs montiert, um die Temperatur von Bremsscheiben und Reifen präzise zu messen. Mit einer Ansprechzeit von nur 8 ms erfassen die Sensoren Temperaturänderungen nahezu in Echtzeit.

Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der Optris Pyrometer war ihre Fähigkeit, auch unter dynamischen Bedingungen präzise zu arbeiten, in denen Hochgeschwindigkeitsfahrten anspruchsvolle Messumgebungen schaffen. Das FaSTTUBe-Team hat die Sensoren strategisch so positioniert, dass Störungen durch Straßenschmutz und aerodynamische Einflüsse vermieden werden, während gleichzeitig ein freier Blick auf die Messzonen gewährleistet ist. Durch die Kalibrierung der Pyrometer für unterschiedliche Rennbedingungen stellt das Team präzise Messwerte sicher, selbst wenn sich in Bremsphasen extreme Temperaturen sehr schnell entwickeln.

Die Optris CSmicro-Pyrometer messen im Spektralbereich von 2,3 µm und sind für metallische Oberflächen optimiert. Ihr Temperaturmessbereich reicht von 50 °C bis 600 °C und macht sie damit ideal für Motorsportanwendungen. Die optische Auflösung von bis zu 33:1 ermöglicht präzise Messungen auch aus größerer Entfernung, während die Schutzart IP65 einen robusten Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen sicherstellt. Dank skalierbarer Analogausgänge (0–5 V, 10 V oder 4–20 mA) und digitaler Kommunikationsmöglichkeiten lassen sich die Pyrometer flexibel in das Fahrzeugsteuerungssystem integrieren. Das Edelstahlgehäuse des CSmicro-Pyrometers bietet ebenfalls Schutz nach IP65 und hält Temperaturen bis 85 °C stand, was den Einsatz in anspruchsvollen Motorsportumgebungen erleichtert.

Die während der Tests aufgezeichneten Temperaturdaten werden im bordeigenen Datenerfassungssystem des Fahrzeugs gespeichert und anschließend mit spezieller Software analysiert. Die Ingenieure von FaSTTUBe setzen auf Softwarelösungen wie Optris CompactConnect für die Echtzeitvisualisierung und die nachgelagerte Analyse. Die Software ermöglicht es, Temperaturschwellen festzulegen und Trends über mehrere Testsitzungen hinweg zu verfolgen. Dieser Ansatz liefert Erkenntnisse darüber, wie verschiedene Fahrzeug-Setups die Temperaturverteilung beeinflussen, und ermöglicht so eine datenbasierte Optimierung.

Zusätzlich zu den Pyrometern setzt FaSTTUBe auch Optris Infrarotkameras ein, insbesondere in der Batterieentwicklung. Das Team entwickelt seit Jahren eigene Batteriepakete, was ein präzises Thermomanagement erfordert, um sowohl Leistung als auch Sicherheit zu gewährleisten. Mithilfe der Wärmebildtechnik können die Ingenieure von FaSTTUBe potenzielle Überhitzungsprobleme erkennen, bevor sie die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs beeinträchtigen. Die erfassten Daten werden nach dem Rennen analysiert, um das Batteriekühlsystem weiter zu verbessern und die Energieeffizienz zukünftiger Rennwagenmodelle zu optimieren.

Kontaktlose Temperaturmessung als Schlüssel zur Fahrzeugoptimierung im Motorsport

Die Implementierung der Optris Infrarottechnologie hat die Performance der Rennwagen von FaSTTUBe deutlich verbessert. Darüber hinaus zeigt die Erfahrung von FaSTTUBe, dass Messungen während der Fahrt häufig durch äußere Einflüsse wie Schmutz und Luftturbulenzen erschwert werden. Die Positionierung der Sensoren ist daher entscheidend für die Datenqualität. Eine präzise Temperaturüberwachung ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Überhitzungsproblemen und sorgt für ein besser abgestimmtes Fahrwerks-Setup. Kritische Temperaturen, insbesondere im Bremsbereich, konnten erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um Materialschäden zu verhindern.

Durch die kontinuierliche Überwachung und Aufzeichnung der Temperaturdaten können die Ingenieure von FaSTTUBe frühere und aktuelle Testergebnisse vergleichen, um langfristige Verbesserungen nachzuvollziehen. Die Pyrometerdaten werden nicht nur für die unmittelbare Analyse genutzt, sondern auch für spätere Vergleiche gespeichert, sodass die Ingenieure Fahrzeug-Setups über mehrere Saisons hinweg optimieren können. So profitiert jede neue Fahrzeuggeneration von früheren Tests, und bekannte Überhitzungsprobleme werden nicht wiederholt.

Ein wesentlicher Vorteil der Optris CSmicro-Pyrometer ist ihre Kompaktheit und Robustheit. Die Sensoren lassen sich nahtlos in enge Bauräume integrieren, was im Motorsport entscheidend ist. Darüber hinaus verfügen sie über eine hohe Genauigkeit von ±(0,3 % vom Messwert + 1 °C) und schnelle Ansprechzeiten, die eine präzise Datenanalyse ermöglichen. Ihre Fähigkeit, auch unter rauen Bedingungen zuverlässig zu arbeiten, ist entscheidend, um unter wechselnden Strecken- und Wetterbedingungen verlässliche Daten zu erfassen.

Darüber hinaus hat FaSTTUBe die Optris Sensoren erfolgreich zur Optimierung der Reifenperformance eingesetzt. Da die Reifentemperatur direkten Einfluss auf Grip und Verschleiß hat, nutzt das Team thermische Echtzeitdaten, um Fahrwerks-Setups gezielt anzupassen. Während Langstreckenläufen können die Ingenieure die Temperaturverteilung über verschiedene Reifenzonen hinweg analysieren und sicherstellen, dass jeder Reifen seinen optimalen Arbeitsbereich erreicht. Dies hat das Handling und die Rundenzeiten in Wettbewerben deutlich verbessert.

Die Temperaturdaten werden mit proprietärer Software und externen Analysetools verarbeitet, wodurch das Team den Rennwagen anhand detaillierter Heatmaps und Temperaturgradienten gezielt abstimmen kann. Die Ingenieure von FaSTTUBe vergleichen Daten aus verschiedenen Testsitzungen und identifizieren Auffälligkeiten, die auf konstruktive Schwächen hinweisen könnten. Dieses hohe Maß an Detailanalyse stellt sicher, dass potenzielle Probleme vor dem Renneinsatz behoben werden.

Der Einsatz von Optris Wärmebildkameras in der Batterieentwicklung hat sich ebenfalls als wertvolle Ergänzung erwiesen. Die Erfassung thermischer Entwicklungen innerhalb der Batterie hilft dabei, die Sicherheit und Effizienz des Energiesystems zu maximieren. Die gesammelten Daten fließen direkt in die Weiterentwicklung der Fahrzeuge ein und stellen sicher, dass FaSTTUBe in internationalen Wettbewerben wettbewerbsfähig bleibt.

Mit seinen Infrarotsensoren und Wärmebildkameras bietet Optris eine zuverlässige und präzise Lösung für die Temperaturmessung im Motorsport. Die hohe Messfrequenz, die kompakte Bauform und die ausgezeichnete Genauigkeit machen Optris zum idealen Partner für anspruchsvolle Rennwagenanwendungen. FaSTTUBe entwickelt sein Setup kontinuierlich weiter und nutzt die langfristige Zuverlässigkeit der Optris Sensoren, um die Leistungsgrenzen elektrischer Rennwagen weiter zu verschieben.

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