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Erkennung von Versiegelungsfehlern in Medikamentenflaschen mittels Infrarotüberwachung

Temperaturüberwachung als zuverlässige Methode zur Erkennung von Dichtungsfehlern in der Hochgeschwindigkeitsfertigung

Herausforderung

Eine gleichmäßige und vollständige Induktionsversiegelung pharmazeutischer Flaschen ist aufgrund der hohen Produktionsgeschwindigkeit, der kleinen Messfläche und fehlender Echtzeit-Visualisierung schwer sicherzustellen. Dies erschwert die frühzeitige Erkennung von Versiegelungsfehlern und erhöht das Risiko von Kontamination, Produktverlust und teuren Rückrufaktionen.

Lösung

Die Echtzeit-Thermoüberwachung des Deckelbereichs unmittelbar nach dem Induktionsversiegeln ermöglicht die frühzeitige Erkennung unvollständiger oder fehlerhafter Siegel. Durch die Erfassung lokaler Temperaturabweichungen an sich bewegenden Flaschen werden Defekte identifiziert und ausgeschleust, bevor sie die nächste Prozessstufe erreichen – ohne den Produktionsfluss zu unterbrechen.

Vorteile

  • Erkennt Versiegelungsfehler sofort und verhindert, dass fehlerhafte Produkte weiterverarbeitet werden
  • Reduziert Ausschuss und Nacharbeit durch frühzeitige Fehlererkennung
  • Erhöht die Sicherheit durch gleichmäßige Versiegelung und verhindert Kontamination
  • Erhält hohe Produktionsgeschwindigkeiten bei gleichbleibender Qualitätskontrolle
  • Unterstützt Prozessoptimierung durch gespeicherte Wärmebilddaten und ereignisbasierte Analyse
Erkennung von Versiegelungsfehlern in Medikamentenflaschen mittels Infrarotüberwachung

Herausforderungen bei der Erkennung von Versiegelungsfehlern vor dem Aufbringen des Flaschendeckels

Das Versiegeln medizinischer Flaschen ist ein entscheidender Schritt in der pharmazeutischen Produktion, da es die Integrität und Sicherheit des Produkts gewährleistet. Dieser Prozess umfasst das Einbringen einer Aluminiumsiegel­folie unter den Kunststoffdeckel, die mittels Induktionsversiegelung erhitzt und verschmolzen wird. Die größte Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die Versiegelung vollständig und gleichmäßig erfolgt. Fehler in der Versiegelung – etwa Lücken, unvollständiges Schmelzen oder übermäßige Hitzeeinwirkung – können die Dichtheit der Flasche beeinträchtigen. Solche Defekte können zu Produktverunreinigungen, Undichtigkeiten oder Qualitätsverlusten führen, was im schlimmsten Fall Rückrufe oder Sicherheitsrisiken zur Folge hat.

Der Induktionsversiegelungsprozess selbst ist komplex. Er besteht aus mehreren Schichten – einer Wachsschicht, einer Aluminiumschicht und einer Zellstoffunterlage –, die präzise erhitzt werden müssen, um eine korrekte Versiegelung zu gewährleisten. Die Induktionsmaschine erzeugt Wärme durch elektromagnetische Felder, wodurch das Wachs schmilzt und die Aluminiumschicht mit der Flaschenöffnung verbunden wird. Aufgrund der hohen Produktionsgeschwindigkeit ist es jedoch schwierig, Versiegelungsfehler zu erkennen, bevor die Flasche die Endmontage erreicht. Eine visuelle Kontrolle der Dichtheit zum Zeitpunkt der Versiegelung ist nicht möglich; Abweichungen werden häufig erst später im Produktionszyklus erkannt – zu spät, um sie zu beheben, ohne den Prozess zu unterbrechen.

Die größte Herausforderung liegt daher in der Echtzeiterkennung solcher Defekte, um sofortige Korrekturmaßnahmen zu ermöglichen. Das hohe Produktionstempo erfordert ein System, das jede Flasche präzise überwacht, ohne die Linie zu verlangsamen. Zudem betrifft die Versiegelung nur eine sehr kleine Fläche der Flasche, was exakte und lokal begrenzte Temperaturmessungen erfordert. Unpräzise oder verspätete Fehlererkennung kann zu erheblichen finanziellen Verlusten durch Ausschuss führen und gleichzeitig die Sicherheit und Wirksamkeit des Produkts gefährden. Ihre Rolle in diesem Prozess ist daher von entscheidender Bedeutung, um Qualität und Produktsicherheit zu gewährleisten.

Automatisierung der Aussortierung fehlerhafter Flaschen durch Überwachung von Temperaturabweichungen beim Verschließen der Verschlüsse

Automatisierte Ausschleusung fehlerhafter Flaschen durch Temperaturüberwachung beim Deckelversiegeln

Um die Herausforderungen bei der Erkennung fehlerhafter Versiegelungen medizinischer Flaschen zu lösen, setzt das Pharmaunternehmen Momenta in Zusammenarbeit mit dem Distributor Contemp auf Optris’ fortschrittliche Wärmebildtechnologie. Die Optris Xi 400 Infrarotkamera wurde ausgewählt, da sie hochpräzise und schnelle Temperaturmessungen in Echtzeit ermöglicht – ideal für die Anforderungen der pharmazeutischen Hochgeschwindigkeitsproduktion.

Die Xi 400 Kamera ist oberhalb der Induktionsversiegelungsmaschine positioniert und überwacht den Wärmetransfer von der Aluminiumschicht auf den Kunststoffdeckel. Während des Induktionsvorgangs schmilzt die Wachsschicht zwischen Folie und Deckel, um die Versiegelung zu erzeugen. Durch die Erfassung der Oberflächentemperatur des Deckels direkt nach dem Prozess erkennt die Kamera Unregelmäßigkeiten in der Versiegelung – ein entscheidender Faktor für Produktsicherheit.

Mit einer Bildfrequenz von 80 Hz erfasst das System selbst schnellste Temperaturänderungen, während die Flaschen durch die Station laufen. Diese hohe Abtastrate verhindert Bewegungsunschärfe und liefert klare, präzise Wärmebilder zur Erkennung fehlerhafter Siegel. Die Kamera analysiert mehrere Zonen auf der Deckeloberfläche, um sicherzustellen, dass die Versiegelung vollständig ist.

In Kombination mit der Optris PI NetBox kommt das Xi 400 System ohne externen Rechner aus, was die Installation vereinfacht. Die Temperaturdaten werden mit der PIX Connect Software verarbeitet und in das Automationssystem eingespeist. Sinkt die Temperatur in einer der überwachten Zonen unter den definierten Grenzwert, löst der digitale Ausgang ein Alarmsignal aus und aktiviert ein Ausschleusungssystem, das fehlerhafte Flaschen automatisch von der Produktionslinie entfernt.

Die Event-Grabber-Funktion in PIX Connect speichert Wärmebilder in entscheidenden Momenten, sodass Bediener den Versiegelungsprozess im Detail analysieren können. Diese Funktion unterstützt die Qualitätssicherung durch die Archivierung relevanter Aufnahmen und ermöglicht eine nachträgliche Prozessbewertung. Zusätzlich erleichtern Farbpaletten in der Software die visuelle Erkennung von Temperaturabweichungen und verbessern das Feedback für den Anwender.

Einfache Integration und Bedienung mit minimalem Bedarf an externen Geräten

Einfache Integration und Bedienung mit minimalem Zusatzaufwand

Die Implementierung der Optris Xi 400 Infrarotkamera hat bei Momenta signifikante Ergebnisse erzielt und sowohl die Produktqualität als auch die Prozesseffizienz deutlich verbessert. Ein wesentlicher Vorteil ist die Echtzeiterkennung fehlerhafter Versiegelungen. Durch die Überwachung der Deckeltemperatur direkt nach dem Induktionsprozess werden Defekte sofort identifiziert, sodass nur korrekt versiegelte Flaschen weiterverarbeitet werden. Diese Echtzeitüberwachung reduziert das Risiko von Kontamination oder Produktverderb – ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit und Wirksamkeit pharmazeutischer Produkte.

Dank der hohen Bildfrequenz und Messpräzision der Xi 400 können selbst kleinste Temperaturunterschiede auf der Deckeloberfläche erfasst werden, was eine umfassende Qualitätskontrolle ermöglicht. Das System überwacht vier definierte Temperaturzonen und erkennt zuverlässig, ob Teile des Deckels unzureichend versiegelt sind. Flaschen mit Messwerten unterhalb des definierten Schwellenwerts werden automatisch ausgeschleust, wodurch fehlerhafte Produkte die Endkunden nicht erreichen und teure Rückrufaktionen vermieden werden.

Die Event-Grabber-Funktion in PIX Connect ermöglicht zudem die Speicherung und spätere Analyse der Wärmebilder, was eine umfassende Qualitätsprüfung gewährleistet. Gleichzeitig unterstützt diese Funktion die Prozessoptimierung, indem sie Rückschlüsse auf mögliche Ursachen – etwa ungleichmäßige Wachsschichten oder fehlerhafte Aluminiumfolien – erlaubt. Durch diese Ursachenanalyse kann der Hersteller gezielt Maßnahmen ergreifen, um den Prozess zu verbessern und die Effizienz weiter zu steigern.

Die Optris Lösung bietet somit nicht nur eine zuverlässige, automatisierte Methode zur Erkennung von Versiegelungsfehlern, sondern reduziert auch Ausschuss und Nacharbeit durch frühzeitige Erkennung. Ihre Benutzerfreundlichkeit, schnelle Reaktionszeit und einfache Integration in bestehende Automatisierungssysteme machen Optris zum bevorzugten Partner für Qualitätssicherung bei pharmazeutischen Flaschenversiegelungen.

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