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Früherkennung von Hautkrebs durch berührungslose Infrarot-Thermografie

Identifizierung subtiler Wärmeveränderungen für die Früherkennung von Hautkrebs in der Forschung mit Infrarotmikroskopen

Herausforderung

Die präzise Erkennung von Hautkrebs im Frühstadium ist schwierig, da die visuellen und thermischen Unterschiede zwischen gesundem und bösartigem Gewebe gering sind. Es bedarf einer nichtinvasiven Methode, die kleinste Temperaturabweichungen zuverlässig identifiziert, die durch erhöhte Stoffwechselaktivität und Angiogenese in Krebszellen verursacht werden.

Lösung

Die Infrarot-Thermografie bietet eine nichtinvasive Möglichkeit, abnormale Temperaturmuster der Haut zu visualisieren, die auf krebsartiges Gewebe hinweisen. Durch die Analyse des Wiedererwärmungsverhaltens von Hautläsionen nach thermischer Anregung können Forscher bösartige von gutartigen Bereichen unterscheiden und so eine frühzeitige Erkennung und Charakterisierung ermöglichen.

Vorteile

  • Ermöglicht Früherkennung, indem krebstypische Wärmemuster sichtbar werden, bevor Symptome auftreten
  • Reduziert die Notwendigkeit invasiver Biopsien bei der Erstuntersuchung und Verlaufskontrolle
  • Unterstützt standardisierte und reproduzierbare Diagnosen durch konsistente Messprotokolle
  • Verbessert die diagnostische Genauigkeit in Kombination mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden
  • Ermöglicht schnelle und kontaktlose Wärmebildaufnahmen in klinischer Umgebung innerhalb weniger Minuten

Thermische Signatur von Hautkrebs: Erforschung der Wärmeveränderungen in krebsartigem Gewebe

Hautkrebs ist eine Krebsart, die in den Zellen der Haut entsteht, meist als Folge langfristiger Einwirkung von ultravioletter (UV) Strahlung durch Sonnenlicht oder künstliche Quellen wie Solarien. Die Krankheit entwickelt sich, wenn die DNA in den Hautzellen geschädigt wird und dadurch ein unkontrolliertes Zellwachstum einsetzt. Hautkrebs wird im Wesentlichen in drei Haupttypen unterteilt: das Basalzellkarzinom (BCC), das Plattenepithelkarzinom (SCC) und das Melanom. Während BCC und SCC häufiger und in der Regel weniger aggressiv sind, gilt das Melanom als seltener, aber deutlich gefährlicher, da es schnell in andere Körperregionen streuen kann. Hautkrebs äußert sich meist durch sichtbare Veränderungen der Haut – etwa neue Wucherungen, nicht heilende Wunden oder Veränderungen vorhandener Muttermale. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist entscheidend, da viele Hautkrebserkrankungen, insbesondere die weniger aggressiven Formen, bei rechtzeitiger Diagnose erfolgreich behandelt werden können.

Krebsartiges Hautgewebe erzeugt aufgrund physiologischer Veränderungen, die mit dem Tumorwachstum einhergehen, eine erhöhte Wärmeabstrahlung. Einer der Hauptgründe dafür ist die gesteigerte Stoffwechselaktivität von Krebszellen. Diese Zellen haben eine höhere Stoffwechselrate als gesunde Zellen, da sie sich schnell teilen und mehr Energie benötigen, wodurch zusätzliche Wärme entsteht.

Ein weiterer Faktor ist die Angiogenese – die Neubildung von Blutgefäßen –, die Tumore anregen, um die schnell wachsenden Krebszellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Dieser erhöhte Blutfluss führt häufig zu höheren Temperaturen im umliegenden Gewebe. Darüber hinaus tritt um krebsartige Gewebe herum häufig eine Entzündung auf, die ebenfalls zu einem Temperaturanstieg beiträgt. Die Immunreaktion auf die abnormalen Zellen löst Entzündungen aus, was wiederum zusätzliche Wärmeproduktion in der betroffenen Region verursacht.

Der Temperaturunterschied zwischen gesundem und krebsartigem Hautgewebe beträgt in der Regel etwa 1 bis 3 °C.

Früherkennung von Hautkrebs durch berührungslose Infrarot-Thermografie
Infrarot-Thermografie in der Hautkrebsforschung

Infrarot-Thermografie in der Hautkrebsforschung: Wärmesignaturen zur Früherkennung

Infrarot-Thermografie ist eine nichtinvasive Bildgebungsmethode, die in der Hautkrebsforschung eingesetzt wird, um ungewöhnliche Temperaturunterschiede auf der Hautoberfläche zu erkennen, die auf krebsartige Veränderungen hinweisen können. Dieses Verfahren basiert auf dem Prinzip, dass alle Körper Infrarotstrahlung entsprechend ihrer Temperatur emittieren. Beim Menschen sendet die Haut Infrarotstrahlung aus, die mit thermografischen Kameras erfasst und gemessen werden kann. Diese Kameras wandeln die Infrarotstrahlung in ein Wärmebild um, bei dem Temperaturunterschiede als unterschiedliche Farben oder Graustufen sichtbar werden.

Die Infrarot-Thermografie nutzt die Tatsache, dass krebsartiges Gewebe eine höhere Stoffwechselaktivität als gesundes Gewebe aufweist. Während der Untersuchung wird die Haut des Patienten mit einer Infrarotkamera aufgenommen; die resultierenden Wärmebilder werden anschließend analysiert, um Bereiche mit auffälligen Wärmemustern zu identifizieren, die auf Hautkrebs hindeuten könnten. Diese Technik ermöglicht es, frühe Stadien von Hautkrebs zu erkennen, die mit bloßem Auge oft noch nicht sichtbar sind, und ist somit ein wertvolles Instrument zur Früherkennung.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde ein thermografiegestütztes Diagnoseinstrument entwickelt, das Hautläsionen analysiert und charakterisiert, um standardisierte und reproduzierbare Ergebnisse im klinischen Umfeld zu gewährleisten. Das Gerät kombiniert aktive Infrarot-Thermografie mit thermischer Anregung – insbesondere Kühlung –, um das Wiedererwärmungsverhalten von Hautläsionen zu untersuchen. Diese Methode nutzt die erhöhte Stoffwechselaktivität und Angiogenese in krebsartigen Zellen aus, die charakteristische Wärmesignaturen erzeugen, die sich mit Infrarotkameras erfassen und auswerten lassen.

Das Gerät ist mit einer Infrarotkamera, der Optris Xi 400, ausgestattet, die eine zentrale Rolle bei der Erfassung hochauflösender Wärmebilder der Haut spielt. Die Xi 400 verfügt über Mikroskopoptiken, die Nahaufnahmen kleinster Details von Hautveränderungen ermöglichen. Sie nutzt einen ungekühlten Mikrobolometer-Detektor mit einer thermischen Empfindlichkeit von weniger als 80 mK und reagiert somit äußerst empfindlich auf minimale Temperaturänderungen. Die Kamera liefert 16-Bit-RAW-Wärmebilder mit einer Auflösung von 382 × 288 Pixeln und einer Bildrate von 27 Hz, was eine detaillierte Erfassung thermischer Daten in Echtzeit ermöglicht.

Der manuelle Motorfokus der Xi 400 und die Fokussiermöglichkeit im Bereich von 90 mm bis 110 mm gewährleisten präzise Aufnahmen, die für die genaue Beurteilung der Grenzen und Tiefen von Hautläsionen unerlässlich sind. Ein integrierter Abstandshalter sorgt für einen konstanten Abstand von 100 mm zur Haut, was gleichbleibende Messbedingungen sichert. Diese präzise Bildgebung, kombiniert mit einem integrierten Kühlsystem, ermöglicht es dem HypIRskin-System, bösartige und gutartige Hautläsionen zuverlässig zu unterscheiden.

Infrarot-Thermografie zur Erkennung von Melanomen und Karzinomen mit dem Optris Xi 400 Mikroskop

Die Infrarot-Thermografie eignet sich besonders gut zur Identifikation von malignen Melanomen, Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen – den häufigsten Formen von Hautkrebs. In Kombination mit anderen Diagnoseverfahren wie Dermatoskopie und Biopsie erhöht sie die Genauigkeit der Erkennung und Überwachung von Hautkrebs und trägt so zu besseren Behandlungsergebnissen bei.

Die erfolgreiche Anwendung des Screening-Systems in der klinischen Forschung unterstreicht dessen Potenzial als leistungsstarkes Werkzeug zur Charakterisierung von Hautkrebs. Das Gerät liefert schnelle Messergebnisse in etwa drei Minuten und ist daher ideal für den klinischen Einsatz geeignet. Die einstellbare Kühlleistung und -dauer ermöglichen flexible, fallspezifische Messungen. Eine homogene Kühlung ist jedoch unerlässlich, um gleichmäßige und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Die Forscher arbeiten in Kooperation mit Optris und nutzen die Optris Xi 400 Infrarotkamera, da sie die Präzision und Sensitivität bietet, die für die genaue Erkennung und Charakterisierung von Hautkrebs mittels Infrarot-Thermografie erforderlich sind. Die Optris Xi 400 liefert hochauflösende Wärmebilder, die selbst kleinste Temperaturunterschiede zwischen gesundem und krebsartigem Gewebe sichtbar machen.

Ihr ungekühlter Mikrobolometer-Detektor erreicht eine thermische Empfindlichkeit (NETD) von unter 80 mK und kann somit feinste Temperaturunterschiede erfassen – ein entscheidendes Kriterium zur Identifizierung der thermischen Signaturen von Hautkrebs. Zudem verfügt die Xi 400 über Mikroskopoptiken und einen manuellen Motorfokus, die eine detaillierte Nahaufnahme von Hautläsionen ermöglichen.

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