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Thermografische Überwachung von Hochtemperaturprozessen in Drehrohröfen

Wärmebildtechnik zur Vermeidung von Materialanhaftungen und Überhitzung durch die Erkennung von Temperatur-Hotspots

Herausforderung

Drehrohröfen sind dem Risiko von Materialanhaftungen und lokalen Überhitzungen ausgesetzt, die kostspielige Durchbrüche und vollständige Produktionsstillstände verursachen können. Extreme Bedingungen im Inneren wie hohe Temperaturen, Staub und Flammen erschweren eine direkte Messung und erfordern daher eine robuste und anpassungsfähige externe Überwachungslösung.

Lösung

Wärmebildkameras überwachen die Außenoberfläche des Ofens kontinuierlich und präzise aus sicherer Entfernung und ermöglichen so die frühzeitige Erkennung von Hotspots trotz wechselnder Umgebungsbedingungen. Die Kameras werden in Steuerungssysteme integriert, um Echtzeitdaten bereitzustellen, Warnmeldungen zu automatisieren und eine langfristige Prozessoptimierung zu unterstützen.

Vorteile

  • Die frühzeitige Erkennung von Hotspots verhindert schwere Ofenschäden und ungeplante Stillstände
  • Die kontinuierliche Temperaturüberwachung erhöht die allgemeine Prozesssicherheit und -stabilität
  • Vollflächige Wärmebilder verbessern die Sichtbarkeit gegenüber punktbasierten Zeilenscannern
  • Vereinfachte Installation und Bedienung reduzieren den Implementierungsaufwand für Betreiber
  • Die langfristige Nachverfolgung von Daten unterstützt vorausschauende Wartung und Prozessverbesserungen
  • Auswirkungen von Durchbrüchen auf die Produktionseffizienz von Drehrohröfen

    Drehrohröfen sind zentrale Komponenten in der Baustoffindustrie und werden hauptsächlich zur Herstellung von Zement, Kalk, Magnesit und anderen Baustoffen eingesetzt. In diesen kontinuierlichen Hochtemperaturprozessen durchläuft das Material einen stark erhitzten, rotierenden Ofen. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass sich das Material im Inneren ansammelt, an der Ofenwand haftet und lokal zu Überhitzungen führt. Diese Hotspots können die Außenwand des Ofens erheblich beschädigen und im schlimmsten Fall einen Durchbruch verursachen. Ein solcher Durchbruch hat schwerwiegende Folgen, da er den Ofen massiv beschädigen und zum Ausfall führen kann. Infolgedessen kann die gesamte Produktionslinie nicht mehr betrieben werden, und die Produktion kann vollständig zum Stillstand kommen. Für Anlagenbetreiber bedeutet dies häufig lange Stillstandszeiten und enorme Kosten durch Reparaturen und nicht verkaufsfähige Produkte.

    Die Herausforderung besteht darin, diese Überhitzungszonen frühzeitig zu erkennen, da die extremen Temperaturen, Rauch, Flammen und Staub im Inneren des Ofens eine direkte Messung von innen erschweren. Die einzig praktikable Lösung ist daher die externe Temperaturmessung mithilfe von Wärmebildtechnik. Eine deutliche Temperaturabweichung von etwa 100 °C über der Umgebungstemperatur kann auf einen kritischen Hotspot hinweisen. Eine präzise und kontinuierliche Überwachung ist entscheidend, um frühzeitig eingreifen und kostspielige Produktionsausfälle vermeiden zu können.

    Darüber hinaus arbeiten Drehrohröfen unter unterschiedlichen Umgebungsbedingungen, wie variierenden Außentemperaturen, saisonalen Wetterveränderungen und schwankender Luftfeuchtigkeit. Diese äußeren Einflüsse können die Temperaturmessung beeinflussen und erfordern einen anpassungsfähigen Überwachungsansatz.

    Optris Infrarotkameras ersetzen kostspielige Zeilenscanner

    In diesen Drehrohrofen-Anwendungen kommen häufig sogenannte Zeilenscanner zum Einsatz, die mit einem Pyrometer zeilenweise Temperaturinformationen erfassen und diese in einem Zeilenscannerbild ausgeben. Allerdings sind diese Zeilenscanner in der Regel sehr kostenintensiv und bei Weitem nicht so flexibel und praxisnah wie Lösungen mit Infrarotkameras. Optris setzt auf leistungsstarke Infrarotkameras wie die PI 640i und die Xi 640, um eine effektive Temperaturüberwachung sicherzustellen. Beide Modelle ermöglichen eine hochauflösende thermische Überwachung, um kritische Hotspots an der äußeren Ofenwand frühzeitig zu erkennen.

    Die optris PI 640i zeichnet sich durch ihre VGA-Auflösung von 640 x 480 Pixeln und eine hervorragende thermische Empfindlichkeit von 40 mK aus, wodurch selbst kleinste Temperaturunterschiede präzise erkannt werden können. Mit einem weiten Temperaturmessbereich von -20 bis 1500 °C eignet sie sich ideal für Hochtemperaturanwendungen. Ihre vielseitigen Objektivoptionen mit Blickwinkeln von 15° bis 90° ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Ofengrößen. Zusätzlich sorgt die hohe Bildfrequenz von 32 Hz, die im Subframe-Modus auf 125 Hz erhöht werden kann, für eine nahtlose thermische Abtastung der Ofenwand.

    Die optris Xi 640 bietet ebenfalls hochpräzise Messungen mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln. Ihr motorisierter Fokus ermöglicht eine schnelle und einfache Anpassung an wechselnde Messbedingungen. Mit einer thermischen Empfindlichkeit von 80 mK und einem Temperaturbereich von -20 bis 900 °C ist sie speziell für die industrielle Hochtemperaturüberwachung ausgelegt. Dank ihres kompakten Designs sowie GigE-Ethernet- oder USB-Konnektivität lässt sie sich nahtlos in bestehende Überwachungssysteme integrieren.

    Die Wärmebildkameras werden entlang des Drehrohrofens strategisch optimal installiert, um eine umfassende Temperaturüberwachung sicherzustellen. Abhängig von der Ofengröße und den Anforderungen des Kunden kann eine einzelne Kamera ausreichen, oder es werden mehrere Geräte entlang des Ofens verteilt. Der ideale Abstand zwischen Kamera und Ofen beträgt etwa 10 Meter, um ein optimales Verhältnis zwischen Sichtfeld und Auflösung sicherzustellen. In der Regel erfolgt die Installation mit festen Halterungen in sicherem Abstand.

    Die Kamerasignale werden über leistungsfähige Schnittstellen an einen PC oder eine zentrale Steuereinheit übertragen. Optris Kameras verfügen beispielsweise über GigE-Ethernet- oder USB-Schnittstellen und gewährleisten dadurch eine stabile und latenzarme Signalübertragung. Für größere Distanzen kann ein USB-Server eingesetzt werden, um die Signalreichweite zu verlängern. Die übertragenen Daten werden in der optris PIX Connect Software verarbeitet, die eine Echtzeitvisualisierung der Temperaturwerte ermöglicht. Automatisierte Alarme können ausgelöst werden, um den Bediener rechtzeitig zu warnen, wenn ein kritischer Temperaturanstieg erkannt wird. Darüber hinaus ermöglicht die Software die kontinuierliche Aufzeichnung und Dokumentation von Temperaturprofilen für spätere Analysen und Prozessoptimierungen. Die Infrarotkameras lassen sich zudem problemlos in bestehende Systeme und Softwareanwendungen integrieren.

    Die Kameras können mit Schutzgehäusen ausgestattet werden, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und ihre Langlebigkeit sowie Funktionalität in anspruchsvollen Umgebungen sicherzustellen. Luftspülsysteme halten die Optik sauber, während Wasserkühlungen die Kameras vor übermäßiger Hitze schützen.

    Reduzierung der Wartungskosten durch frühzeitige Fehlererkennung

    Durch den Einsatz von Optris Infrarotkameras profitieren Hersteller in der Baustoffindustrie von einer zuverlässigen, kontinuierlichen Temperaturüberwachung von Drehrohröfen. Kritische Hotspots können frühzeitig erkannt und beseitigt werden, bevor Schäden oder Produktionsausfälle auftreten. Dies reduziert nicht nur die Reparaturkosten, sondern optimiert auch die Effizienz und Sicherheit des Produktionsprozesses.

    Ein wesentlicher Vorteil gegenüber konventionellen Zeilenscannersystemen ist die höhere thermische und optische Auflösung der Optris Kameras. Während Zeilenscanner nur punktbasierte Messungen erfassen, liefern Wärmebildkameras eine vollflächige Temperaturverteilung. Die verbesserte Auflösung ermöglicht eine genauere Analyse potenzieller Gefahrenbereiche. Darüber hinaus sind Optris Kameras kosteneffizienter sowie einfacher zu installieren und zu bedienen, was die Implementierung für Betreiber deutlich erleichtert.

    Darüber hinaus bietet die Optris Software umfangreiche Dokumentations- und Analysefunktionen für die aufgezeichneten Temperaturdaten. Temperaturtrends können über lange Zeiträume verfolgt werden, wodurch eine gezielte Prozessoptimierung möglich wird. Die flexible Integrationsfähigkeit, hohe Messgenauigkeit und benutzerfreundliche Bedienung machen Optris Infrarotkameras zur bevorzugten Lösung für die Temperaturüberwachung in Drehrohröfen. Sie gewährleisten Prozesssicherheit und Kosteneffizienz in der Baustoffproduktion.

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