Optris Logo - Affordable temperature measurement solutions
tune

Produktkonfigurator

Das perfekte Optris-Produkt für Ihre Bedürfnisse finden.

IR Thermometer Configurator arrow_forward IR Camera Configurator arrow_forward
Configurator Screen
lens_blur

Optik-Kalkulator

Verwenden Sie den Rechner, um schnell die passende Messfleckgröße für Ihre Anforderungen zu ermitteln.

Explore Now arrow_forward
Calculator Screen
forum

Chat mit Ingenieuren

Online-Service-Support

Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag: 08:00 – 17:00
Freitag: 08:00 – 16:00

Chat starten arrow_forward
call

Jetzt anrufen

Sales-Abteilung:
+49 30 500 197-0

Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag: 08:00 – 17:00
Freitag: 08:00 – 16:00

 

mail

E-Mail senden

Sales-Abteilung:
[email protected]

Kontakt-Formular arrow_forward
construction

Reparatur anfordern

Serviceanfrage für Reparaturaufträge:
[email protected]

Serviceanfrageformular arrow_forward

Infrarot-Temperaturregelung als entscheidender Faktor für den Erfolg beim Flammhärten

Präzise Temperaturmessung verbessert das Flammhärten und gewährleistet optimale Härte und Verschleißfestigkeit

Herausforderung

Die Flammhärtung erfordert eine präzise Kontrolle der Oberflächentemperatur, um Überhitzung und Materialfehler zu vermeiden. Herkömmliche Temperatursensoren können jedoch durch Flammen nicht zuverlässig messen, da Verbrennungsgase und Flammenstrahlung die Messergebnisse verfälschen – was zu fehlerhaften Härtungsergebnissen und verminderter Bauteilqualität führen kann.

Lösung

Durch den Einsatz von Infrarotsensoren im Wellenlängenbereich von 3,9 µm lassen sich Temperaturmessungen mit minimaler Beeinflussung durch Verbrennungsgase durchführen. So wird eine zuverlässige, berührungslose Überwachung der Metalloberflächentemperatur während der Flammhärtung ermöglicht – für präzise Prozesskontrolle trotz Flammen und Gaseinwirkung.

Vorteile

  • Ermöglicht präzise Steuerung der Oberflächentemperatur während der Flammenbehandlung
  • Minimiert das Risiko von Sprödigkeit und Rissbildung durch Überhitzung
  • Unterstützt gleichmäßige Härtungsergebnisse auch bei komplexen Geometrien
  • Reduziert kostspielige Versuch-und-Irrtum-Phasen bei der Prozesseinrichtung
  • Erhöht die Sicherheit durch berührungslose, fernüberwachte Temperaturmessung

Die entscheidende Rolle der Temperaturmessung für den Erfolg der Flammhärtung

Die Flammhärtung ist ein Wärmebehandlungsverfahren, das häufig bei Werkstücken aus Baustählen, legierten Stählen, mittelkohlenstoffhaltigen Stählen und Gusseisen eingesetzt wird. Dabei wird die Metalloberfläche direkt mit Oxy-Gas-Flammen erhitzt, bis sie ihre Austenitisierungstemperatur erreicht. Bei dieser kritischen Temperatur verändert sich die Gefügestruktur der Oberfläche, während der Kern weich und unverändert bleibt. Anschließend ist ein sofortiges Abschrecken erforderlich, um die gewünschte Härte zu erzielen – die schnelle Abkühlung bildet eine harte Oberflächenschicht, die die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit des Metalls erheblich verbessert. Vor der Härtung besteht die Stahloberfläche typischerweise aus Austenit oder Ferrit, die durch die Flammhärtung in Martensit umgewandelt werden.

Die Flammhärtung kann entweder partiell – auf bestimmte Bereiche fokussiert – oder gleichmäßig über die gesamte Oberfläche eines Werkstücks angewendet werden. Der Erfolg des Prozesses hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Flammenintensität, Heizdauer, Abschreckgeschwindigkeit und -temperatur sowie die chemische Zusammensetzung des Materials. Die Flamme wird mithilfe von Gasen erzeugt, die hohe und stabile Temperaturen erreichen – am häufigsten wird ein Gemisch aus Sauerstoff und Acetylen verwendet, aber auch Propan kommt zum Einsatz.

Ein entscheidender Vorteil der Flammhärtung ist ihre Fähigkeit, die Verschleißfestigkeit zu verbessern, die Prozesszeiten zu verkürzen und Verformungen zu minimieren – bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Dennoch bestehen auch erhebliche Herausforderungen: Die offene Flamme birgt Brandgefahren, und das gehärtete Martensit kann bei Überhitzung spröde werden, was zu Rissbildung oder Abplatzungen führen kann. Darüber hinaus ist die Flammhärtung von Natur aus weniger präzise als andere Randschichthärtungsverfahren wie Induktionshärtung oder Borieren und kann zu Oxidation oder Entkohlung des Materials führen.

Eine präzise Temperaturmessung ist nicht nur wichtig, sondern absolut entscheidend für den Erfolg der Flammhärtung. Die genaue Steuerung der Oberflächentemperatur beeinflusst direkt die Qualität der gehärteten Schicht. Herkömmliche Infrarotsensoren stoßen hierbei oft an ihre Grenzen, da die Flamme das Infrarotsignal stören und zu ungenauen Temperaturwerten führen kann. Zudem besteht das Risiko, dass der Sensor die Temperatur der Flamme statt der Werkstückoberfläche misst. Diese Betonung der Bedeutung exakter Temperaturmessung verdeutlicht, wie entscheidend sie für optimale Härtungsergebnisse und die Vermeidung von Fehlern ist.

Thermische Überwachung bei der Flammhärtung: Durch Flammen sehen mit 3,9 µm-Infrarotsensoren

Beim Verbrennen von Kohlenwasserstoffgasen wird Infrarotstrahlung nicht nur von der Flamme selbst, sondern auch von den Verbrennungsprodukten wie Wasserdampf (H₂O) und Kohlendioxid (CO₂) emittiert. Diese Gase senden Infrarotstrahlung über verschiedene Wellenlängen aus, was die präzise Temperaturmessung durch die Flamme hindern kann. Herkömmliche Infrarotgeräte erfassen daher häufig die Flammentemperatur anstelle der tatsächlichen Werkstücktemperatur.

Um unter solchen Bedingungen genaue Temperaturmessungen zu erzielen, ist es entscheidend, ein Wellenlängenband zu verwenden, in dem sowohl H₂O als auch CO₂ eine hohe Transmission aufweisen, sodass die Infrarotstrahlung mit minimaler Absorption hindurchtreten kann. Gleichzeitig muss diese Wellenlänge weit genug von der intensiven Infrarotstrahlung der Flamme entfernt liegen, um Interferenzen zu vermeiden und präzise Messungen zu gewährleisten.

Der Wellenlängenbereich zwischen 3,7 µm und 3,9 µm eignet sich besonders gut für diese Messungen. Dieses spezifische Band bietet ein ausgewogenes Verhältnis aus hoher Transmission für H₂O und CO₂ und geringer Beeinflussung durch die Eigenstrahlung der Flamme. Dieses Gleichgewicht ermöglicht präzisere Temperaturmessungen durch die Flamme, ohne die Verzerrungen durch die Infrarotemissionen von Flamme und Verbrennungsgasen – eine effektive Lösung für thermische Messungen.

Berührungslose Verfahren sind hierbei unerlässlich: Mit einer Wellenlänge von 3,9 µm kann das Pyrometer oder die Wärmebildkamera „durch die Flamme sehen“ und die heiße Metalloberfläche präzise messen.

Kosteneffiziente Lösungen für eine zuverlässige Prozesskontrolle bei der Flammhärtung

Die Erfassung von Infrarotstrahlung in diesem speziellen Wellenlängenbereich erfordert üblicherweise den Einsatz gekühlter Detektoren. Diese Kameras liefern hochpräzise Wärmebilder, indem sie das Sensorsignal durch kryogene Kühlung rauschärmer machen. Aufgrund ihrer komplexen Bauweise sind sie jedoch kostspielig, wartungsintensiv und benötigen längere Startzeiten. Zudem sind sie größer und schwerer, was ihre Integration in automatisierte Prozesse erschwert.

Im Gegensatz dazu ermöglicht das CTLaser MT Pyrometer präzise Temperaturmessungen durch Flammen hindurch bei einem breiten Messbereich von 200 °C bis 1650 °C. Sein robustes Edelstahlgehäuse, das Dual-Laser-Zielsystem sowie vielseitige analoge und digitale Schnittstellen gewährleisten eine präzise Ausrichtung und optimale Kontrolle des Flammhärtungsprozesses, wodurch Überhitzung und Sprödigkeit vermieden werden.

Für bildgebende Anwendungen bietet die Xi 410 MT Infrarotkamera mit integriertem 3,9 µm-Filter eine preiswerte Alternative. Obwohl sie ungekühlt ist, wird empfohlen, die Xi 410 MT gemeinsam mit dem CTLaser MT Pyrometer zu verwenden, um die Temperaturgenauigkeit weiter zu erhöhen. Die PIX Connect Software ermöglicht dabei eine automatische Korrektur von Temperaturabweichungen der Kamera über das 4–20 mA-Signal des Pyrometers.

Da die Zusammensetzung der Flammengase variieren kann, empfiehlt es sich, das CTLaser MT oder die Xi 410 MT in jeder spezifischen Anwendung gemeinsam mit den Optris-Distributoren oder den Applikationsingenieuren zu testen.

COMPARE:

Compare