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IR-Temperaturmessung zur Erkennung von Elektrodenverschleiß in der Metallverarbeitung

Einsatz von Wärmebildkameras zur Erkennung von Elektrodenverschleiß in der Metallverarbeitung zur Energieeinsparung und Prozesssteuerung

Herausforderung

In Elektrolichtbogenöfen ist der Elektrodenverschleiß schwer zu überwachen – aufgrund hoher Temperaturen, variierender Schrottqualität und unzureichender visueller Inspektionsmethoden. Dies führt zu ineffizientem Energieeinsatz, vorzeitigem Elektrodenaustausch und potenziellen Ausfällen während der Produktion.

Lösung

Durch den Einsatz kurzwelliger Infrarotkameras ermöglicht die kontinuierliche Echtzeitüberwachung der Elektrodenspitzen eine frühzeitige Erkennung von Verschleiß und Anomalien. Bediener können Sauerstoff- und Kühlflüsse rechtzeitig anpassen, ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen, wodurch der Ofenbetrieb optimiert wird.

Vorteile

  • Verhindert ungeplante Ausfallzeiten durch frühzeitige Erkennung kritischen Verschleißes
  • Reduziert Energie- und Sauerstoffverbrauch durch präzise Prozesssteuerung
  • Verlängert die Lebensdauer der Elektroden durch optimierte Kühl- und Betriebsparameter
  • Erhöht Sicherheit und Stabilität in Hochtemperatur-Ofenumgebungen
  • Ermöglicht vorausschauende Wartung durch kontinuierliche Echtzeit-Thermaldatenanalyse
IR-Temperaturmessung zur Erkennung von Elektrodenverschleiß in der Metallverarbeitung

Motivationsfaktoren für den Einsatz von Temperaturmessung zur Erkennung von Elektrodenverschleiß

Der Prozess des Elektrodenverschleißes in der Metallverarbeitung, insbesondere in Elektrolichtbogenöfen (EAF), stellt aufgrund der extremen Temperaturen und der variierenden Schrottqualität erhebliche Herausforderungen dar. Graphitelektroden sind extremen Bedingungen ausgesetzt, was zu Verschleiß führt und die Effizienz des Schmelzprozesses beeinträchtigen kann. Die Überwachung der Elektrodentemperatur, insbesondere an den Spitzen, ist entscheidend, da sie indirekte Informationen über den Verschleiß und die Wechselwirkung mit dem flüssigen Stahl liefert. Diese Temperaturdaten ermöglichen eine bessere Kontrolle des Energieverbrauchs und helfen, unerwartete Elektrodenausfälle zu vermeiden.

Ofenbediener stehen zudem vor dem Problem stark schwankender Schrottqualität, die den Energiebedarf beim Schmelzen beeinflusst. Schrott mit höherem Oxidgehalt erhöht den Widerstand des Lichtbogens und erfordert somit mehr Energie. Herkömmliche Methoden der visuellen Inspektion des Elektrodenverschleißes sind unzureichend, was zu ineffizientem Energieeinsatz und vorzeitigem Elektrodenwechsel führt. Eine präzise Temperaturmessung ist daher notwendig, um den Prozess zu optimieren, den Energieverbrauch zu senken und die Lebensdauer der Elektroden zu verlängern.

Die Implementierung der Infrarot-Temperaturmessung ist entscheidend, da sie eine kontinuierliche Überwachung des Elektrodenverschleißes ermöglicht, ohne die Produktion zu unterbrechen. Durch die Echtzeiterkennung von Temperaturabweichungen können Bediener Sauerstoff- und Kühlflüsse anpassen, was die Prozesssteuerung erheblich verbessert und die Betriebskosten senkt.

Einsatz von Kurzwellen-Infrarotkameras zur Überwachung des Elektrodenverschleißes

Verwendung kurzwelliger Infrarotkameras zur Überwachung des Elektrodenverschleißes

Gerdau Corsa México arbeitete mit INGFRAMEX und Optris zusammen, um ein fortschrittliches Infrarot-Temperaturmesssystem zur Bewältigung der Herausforderungen des Elektrodenverschleißes im Elektrolichtbogenofen einzuführen. Die gewählte Lösung war die Optris PI 1M Wärmebildkamera, die speziell für Hochtemperaturanwendungen in der Industrie entwickelt wurde. Dieses Modell arbeitet im kurzwelligen Bereich zwischen 500 nm und 540 nm und reduziert dadurch Messungenauigkeiten, die bei langwelligen Kameras häufig auftreten – insbesondere bei reflektierenden Materialien wie Graphitelektroden. Diese Kamera kann Temperaturen zwischen 850 °C und 1600 °C messen und eignet sich somit ideal zur Überwachung der intensiven Hitze an den Elektrodenspitzen.

Die Installation umfasst mehrere PI 1M Kameras, die strategisch um den EAF positioniert sind, um eine umfassende 360°-Überwachung der Elektroden zu gewährleisten. Diese Kameras sind in robusten Kühlgehäusen untergebracht, die sie vor extremer Hitze, Staub und den rauen Umgebungsbedingungen im Ofenbereich schützen. Das Kühlsystem sorgt für eine lange Lebensdauer der Kamerahardware, selbst in unmittelbarer Nähe zu den Elektroden. Darüber hinaus verfügen die Kameras über Borosilikatglasfenster, die hohen Temperaturen standhalten und gleichzeitig eine klare, unverzerrte Infrarotdatenaufnahme ermöglichen.

Die Daten der Kameras werden über einen industriellen Profinet-Kommunikationsbus übertragen, der in das bestehende Steuerungssystem der Anlage integriert ist. Über einen USB-zu-Ethernet-Konverter werden die Kameras mit einem zentralen Server verbunden, auf dem die Daten in Echtzeit gespeichert und analysiert werden. Mithilfe der PIX Connect Software überwachen die Wärmebildkameras kontinuierlich Temperaturschwankungen entlang der Elektrode, insbesondere an kritischen Verschleißstellen. Die in der Software integrierte Homogenitätsfunktion erkennt Temperaturabweichungen und löst bei Überschreitung kritischer Grenzwerte automatisch Alarme aus, sodass sofortige Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können.

Dieses System liefert dem Kunden detaillierte Wärmebilddaten, die zur vorausschauenden Wartung analysiert werden können. Die hohe Auflösung in Kombination mit individuell konfigurierbaren Alarmen und Triggern ermöglicht die frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme wie Risse oder ungleichmäßigen Verschleiß an den Elektroden. Dieses Echtzeit-Überwachungssystem verbessert die Prozesskontrolle, senkt den Energie- und Sauerstoffverbrauch und verlängert die Lebensdauer der Elektroden – was die Gesamteffizienz der Anlage deutlich erhöht.

Vorteile einer kontinuierlichen Temperaturüberwachung bei der Erkennung von Elektrodenverschleiß

Vorteile der kontinuierlichen Temperaturüberwachung bei der Erkennung von Elektrodenverschleiß

Die Implementierung der Optris PI 1M Infrarotkameras zur Elektrodenüberwachung hat zu erheblichen Verbesserungen in den Metallverarbeitungsprozessen von Gerdau Corsa México geführt. Die Möglichkeit, die Elektrodentemperatur in Echtzeit kontinuierlich zu überwachen, hat dem Kunden ermöglicht, den Energieeinsatz zu optimieren, den Sauerstoffverbrauch zu reduzieren und die Lebensdauer der Elektroden zu verlängern. Durch die frühzeitige Erkennung von Temperaturunregelmäßigkeiten kann die Anlage gezielte Anpassungen der Kühlung und des Sauerstoffflusses vornehmen, wodurch Elektrodenausfälle und kostspielige Produktionsstillstände verhindert werden.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Reduzierung des Energieverbrauchs. Durch die präzise Überwachung des Elektrodenzustands kann sichergestellt werden, dass der Schmelzprozess effizient abläuft und nur die notwendige Energie eingesetzt wird. Dies führt zu Kosteneinsparungen und einer nachhaltigeren Produktion.

Optris wurde als bevorzugter Partner gewählt, da die Wärmebildtechnologie flexibel, einfach integrierbar und kosteneffizient ist. Die Kombination aus hochauflösender Temperaturmessung, robuster Hardware und zuverlässiger Software machte Optris zur idealen Wahl für diese Anwendung. Mit der Unterstützung von INGFRAMEX konnte der Kunde eine skalierbare, zukunftssichere Lösung implementieren, die die Produktivität und Rentabilität seiner Metallverarbeitungsprozesse langfristig steigert.

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