Optris Logo - Affordable temperature measurement solutions
tune

Produktkonfigurator

Das perfekte Optris-Produkt für Ihre Bedürfnisse finden.

IR Thermometer Configurator arrow_forward IR Camera Configurator arrow_forward
Configurator Screen
lens_blur

Optik-Kalkulator

Verwenden Sie den Rechner, um schnell die passende Messfleckgröße für Ihre Anforderungen zu ermitteln.

Explore Now arrow_forward
Calculator Screen
forum

Chat mit Ingenieuren

Online-Service-Support

Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag: 08:00 – 17:00
Freitag: 08:00 – 16:00

Chat starten arrow_forward
call

Jetzt anrufen

Sales-Abteilung:
+49 30 500 197-0

Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag: 08:00 – 17:00
Freitag: 08:00 – 16:00

 

mail

E-Mail senden

Sales-Abteilung:
[email protected]

Kontakt-Formular arrow_forward
construction

Reparatur anfordern

Serviceanfrage für Reparaturaufträge:
[email protected]

Serviceanfrageformular arrow_forward

Berührungslose Infrarot-Präzision für Kühlketten im medizinischen Abfüllprozess

Infrarotsensoren für pharmazeutische Produkte, Medikamente und Impfstoffe

Herausforderung

Die präzise Temperaturregelung entlang der pharmazeutischen Kühlkette ist entscheidend, da Abweichungen die Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten gefährden können. Konventionelle Kontaktsensoren bergen Kontaminationsrisiken, während Umgebungsmessungen kritische Temperaturgradienten – insbesondere bei Glasbehältern nach der Desinfektion – oft nicht erfassen.

Solution

Non-contact infrared sensors measure each glass container’s actual temperature after thermal disinfection as they cool on a co

Lösung

Berührungslose Infrarotsensoren messen die tatsächliche Temperatur jedes Glasbehälters nach der thermischen Desinfektion, während dieser auf dem Förderband abkühlt. Durch den Kavitätseffekt wird die Messgenauigkeit erhöht, sodass sichergestellt wird, dass die Behälter vor der Abfüllung sichere Temperaturen erreichen – ohne Kontaminationsrisiko durch Sensorberührung.nveyor belt. Leveraging the cavity effect enhances measurement accuracy, ensuring containers reach safe temperatures before filling, thus preventing product spoilage due to residual heat without contamination risks from sensor contact.

Vorteile

  • Gewährleistet gleichbleibende pharmazeutische Qualität durch Kontrolle der Abkühlung vor der Abfüllung
  • Verhindert Produktverluste durch frühzeitige Erkennung unzureichend gekühlter Behälter
  • Erhöht die Betriebssicherheit durch den Wegfall von Kontaminationsrisiken durch Kontaktmessung
  • Ermöglicht umfassende Qualitätsdokumentation mit visuellen Temperaturaufzeichnungen zur Nachweisführung
  • Reduziert Stillstandszeiten durch sofortige Erkennung und Intervention bei Temperaturabweichungen

Der Bedarf an berührungsloser Temperaturkontrolle in pharmazeutischen Kühlketten

Pharmazeutische Produkte unterliegen strengen Produktionsstandards und erfordern präzise und zuverlässige Messmethoden. Die Überwachung der pharmazeutischen Kühlkette umfasst die Aufrechterhaltung spezifischer Temperaturbedingungen während des gesamten Transports der Produkte – von der Herstellung bis zur Auslieferung. Dieser Prozess ist entscheidend, um die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit temperaturempfindlicher Medikamente, Impfstoffe und Biologika zu gewährleisten, die bei unsachgemäßer Temperatur­einwirkung unwirksam oder sogar gefährlich werden können. Die Medicines and Healthcare Produkts Regulatory Agency (MHRA) berichtet, dass fast ein Drittel aller schwerwiegenden Mängel bei Lagerung und Transport von Arzneimitteln mit der Temperaturüberwachung zusammenhängt. Temperaturprobleme machen dabei rund 30 % der Mängel aus und übertreffen damit Fehler im Qualitätsmanagement oder in der Dokumentation. Dies betrifft sowohl Arzneimittel, die gekühlt werden müssen (Kühlkettenprodukte), als auch solche, die bei unter 25 °C gelagert werden (Temperaturkettenprodukte). Eine präzise Temperaturüberwachung ermöglicht es Unternehmen, Transportchargen zu identifizieren und zu kontrollieren, die von Temperaturschwankungen betroffen sind.

Konventionelle Temperatursensoren werden häufig eingesetzt, um die Umgebungstemperatur zu überwachen, in der biomedizinische Produkte verarbeitet, gelagert oder transportiert werden. Infrarot-Wärmebilder zeigen jedoch, dass Temperaturgradienten zwischen Sensor und Produkt bestehen können – selbst ohne physischen Kontakt. Eine Einzelüberwachung jedes pharmazeutischen Produkts mit Kontaktfühlern ist nicht praktikabel, da sie das Risiko von Kontaminationen birgt und für den Prozess ungeeignet ist. Berührungslose Infrarot-Temperatursensoren bieten hier die Lösung: Sie messen die tatsächliche Temperatur jedes pharmazeutischen Produkts präzise, ohne Kontaminationsrisiko.

Abweichungen von den empfohlenen Temperaturbereichen können die chemische Zusammensetzung, Stabilität und Wirksamkeit temperaturempfindlicher Medikamente und Impfstoffe beeinträchtigen. In dieser Anwendung müssen Impfstofffläschchen nach der Desinfektion und vor dem Abfüllprozess auf maximal 25 °C heruntergekühlt werden, um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten. Überschreitet die Glas­temperatur 25 °C, wird der Impfstoff aufgrund seiner thermischen Empfindlichkeit unbrauchbar. Daher ist es entscheidend, dass die Umgebungstemperatur unter 25 °C bleibt, da jedes pharmazeutische Produkt, das in ein unzureichend gekühltes Glasgefäß abgefüllt wird, durch Restwärme zerstört werden kann.

Berührungslose Infrarot-Präzision für Kühlketten im medizinischen Abfüllprozess
Optimierte Temperaturüberwachung von Fläschchen zur Gewährleistung der Sauberkeit mit stationären Infrarotkameras

Von der Desinfektion bis zur Abfüllung: Sichere Temperaturen für biomedizinische Produkte mit Infrarot überwachen

Die Abfüllbehälter bestehen aus Glas. Nach der thermischen Desinfektion werden sie auf einem Förderband weitertransportiert. Dabei muss überprüft werden, ob die gewünschte Temperatur erreicht wurde, um eine ausreichende Desinfektion zu gewährleisten. Nach diesem Prozess ist das Glas zu heiß, um sofort mit temperaturempfindlichen biomedizinischen Produkten befüllt zu werden. Die Glasbehälter kühlen während der Bewegung auf dem Förderband ab, bevor sie die Abfüllstation erreichen. Läuft das Förderband zu schnell oder ist die Desinfektionstemperatur zu hoch eingestellt, muss der Transport gestoppt werden, damit das Glas ausreichend abkühlen kann.

Die Temperaturüberwachung der Glasbehälter ist unkompliziert. In dieser Anwendung kann der Emissionsgrad des Glases vernachlässigt werden, da hier der sogenannte Kavitätseffekt auftritt. Der Kavitätseffekt in der Infrarotmesstechnik entsteht, wenn sich Infrarotstrahlung in einem kleinen, geschlossenen Raum mehrfach reflektiert und somit die Wärmeerkennung verstärkt. Dadurch erhöht sich die scheinbare Emissivität der Oberflächen innerhalb des Glasgefäßes, was die Messgenauigkeit und Empfindlichkeit deutlich verbessert. Aufgrund der niedrigen Temperaturen in dieser Anwendung werden Sensoren mit langer Wellenlänge (8 µm – 14 µm) verwendet. Optris bietet mit der Xi-Kameraserie kompakte, langwellige Infrarotkameras, die sich ideal für stationäre Installationen eignen.

Der Einbauort bietet nur begrenzten Platz und befindet sich zudem in einem Reinraum, weshalb hohe Anforderungen an die Materialreinheit der Kamera gestellt werden. Die Xi-Kameras bestehen aus Edelstahlkomponenten und erfüllen damit die erforderlichen Reinheitsstandards. Ihr kompaktes Design sowie die Auswahl an festen Optiken – von Tele- bis Weitwinkelobjektiven – ermöglichen eine optimale Anpassung an verschiedene Förderbandbreiten.

Die kostenlose PIX Connect Software bietet eine Hotspot-Suchfunktion, die automatisch den heißesten Punkt im Wärmebild erkennt. Damit wird das gesamte Förderband überwacht. Im Alarmfall stoppt das System den Transport, und der Bediener kann anhand des Wärmebildes das überhitzte Glasgefäß identifizieren. Die Temperaturdaten werden über den Analogausgang der Infrarotkamera als 4–20 mA-Signal an eine speicherprogrammierbare Steuerung (PLC) weitergegeben, die den Abfüllprozess kontrolliert. Die Software ermöglicht Video- und Bildaufnahmen während der Produktion, sodass Temperaturüberschreitungen dokumentiert werden können. Regelmäßige Aufnahmen während des Betriebs dienen zusätzlich der Qualitätssicherung.

Neben der Temperaturüberwachung der leeren Glasgefäße vor dem Abfüllen können auch bereits befüllte Behälter überprüft werden, um Redundanz und maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Pharmazeutische Sicherheit und Qualität durch Infrarot-Überwachung temperaturempfindlicher Medizinprodukte

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Infrarotkameras entscheidende Temperaturinformationen liefern, die für eine sichere Verarbeitung pharmazeutischer Produkte unerlässlich sind. Pharmaunternehmen sollten einige grundlegende Richtlinien beachten, um die berührungslose Infrarot-Temperaturmessung korrekt in ihre Produktionsprozesse zu integrieren. Zunächst ist zu verstehen, ob das zu messende Material seine Infrarotstrahlung effizient emittiert (Emissivität). In diesem Beispiel war das leere Glasgefäß mehr als sechsmal tiefer als seine Öffnung – ein idealer Fall für den sogenannten „cavity bounce effect“, der die Emissivität des Innenraums deutlich erhöht. Eine Messung an der Außenseite des Glasgefäßes könnte fehlerhaft sein, da sie durch benachbarte Wärmequellen beeinflusst würde. In diesem Fall empfiehlt sich ein Sensor mit einer anderen Wellenlänge, die für Glasoberflächen optimiert ist.

Metallkappen oder aluminium­beschichtete Versiegelungen haben eine sehr geringe Emissivität und reflektieren hauptsächlich die Umgebungstemperatur. Ebenso wichtig ist die Beachtung der Messfleckgröße eines Infrarotgeräts bei der Messung kleiner Öffnungen oder Ziele. Einige Einpunkt-Sensoren können die Innentemperatur kleiner Glasfläschchen nicht korrekt erfassen, da ihr Messfleck größer ist als der Durchmesser des Gefäßes. Infrarotkameras hingegen erzeugen Bilder aus Tausenden von Infrarotpixels und ermöglichen so präzise Messungen selbst kleinster Flächen.

Zur Unterstützung empfiehlt sich der Einsatz eines Optikrechners (Link), der die Kameraparameter, die optische Auflösung und den Abstand zum Messobjekt berücksichtigt. Schließlich sollte auch verstanden werden, wie die thermischen Dynamiken des Produktionsprozesses Temperaturschwankungen in verschiedenen Bereichen verursachen können. Diese können je nach Position variieren – ein schneller Scan mit einer Infrarotkamera hilft dabei, Messpunkte optimal zu platzieren, um ein vollständiges Temperaturprofil des Systems zu erhalten.

PIX Connect

COMPARE:

Compare