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Optimierung des Wärmemanagements in HVDC-Ventilräumen

Verhindern von Überhitzung von Thyristorventilen mit IR-Bildgebungstechnologie in Hochspannungsumgebungen

Herausforderung

Das Wärmemanagement in HGÜ-Ventilhallen ist komplex aufgrund der starken Wärmeentwicklung der Thyristoren, des eingeschränkten Zugangs während des Betriebs und der elektromagnetischen Störeinflüsse. Eine präzise, zuverlässige und ferngesteuerte Temperaturüberwachung ist entscheidend, um Überhitzung zu vermeiden, Effizienz zu sichern und den sicheren Betrieb ohne physischen Eingriff in Hochspannungsbereiche zu gewährleisten.

Lösung

Die Infrarot-Wärmebildtechnik ermöglicht eine berührungslose, ferngesteuerte und kontinuierliche Temperaturüberwachung in HGÜ-Ventilhallen. Wärmebildkameras erkennen Hotspots und ungewöhnliche Temperaturverläufe in Echtzeit, was eine proaktive Wartung ermöglicht und den sicheren Betrieb gewährleistet – ohne die Störungen und Komplexität herkömmlicher kontaktbasierter Messverfahren.

Vorteile

  • Erhöhte Betriebssicherheit durch ferngesteuerte, risikofreie Temperaturüberwachung in Hochspannungsumgebungen.
  • Reduzierte Ausfallzeiten durch frühzeitige Erkennung von Überhitzung und vorausschauende Wartung.
  • Verbesserte Zuverlässigkeit durch kontinuierliche Überwachung und präzise thermische Profilanalyse kritischer Komponenten.
  • Vereinfachte Installation durch reduzierte Messpunkte und geringere potenzielle Fehlerquellen.
  • Kosteneffizienter Betrieb durch Vermeidung ungeplanter Reparaturen und optimierte Wartungsintervalle.

Optimierung des Wärmemanagements in HGÜ-Ventilhallen

In Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystemen (HGÜ) beherbergen Ventilhallen die zentralen Thyristorventile der statischen Umrichter. Diese Ventile sind entscheidend für die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt und arbeiten in Spannungsbereichen zwischen 100 kV und 800 kV. HGÜ-Leitungen werden häufig für die Fernübertragung elektrischer Energie eingesetzt, da sie weniger Leiter benötigen und geringere Übertragungsverluste aufweisen als vergleichbare Wechselstromsysteme. Hochspannungsdurchführungen führen durch die Wände der Ventilhalle, um die Verbindung zwischen den Umrichtertransformatoren auf der einen Seite und dem Gleichstrom-Schaltfeld auf der anderen Seite herzustellen. In einem angrenzenden Gebäude befinden sich üblicherweise die Steuerungselektronik, Kühlsysteme für die Ventile sowie Überwachungseinrichtungen.

Eine effektive Temperaturregelung innerhalb dieser Ventilhallen ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit und Effizienz des HGÜ-Systems sicherzustellen. Da Thyristoren nur in einem bestimmten Temperaturbereich zuverlässig arbeiten, stellt die Wärmeregulierung eine besondere Herausforderung dar. Die erhebliche Wärmeentwicklung der Thyristoren erfordert ein präzises Wärmemanagement, um Überhitzung zu vermeiden und eine optimale Leistung zu gewährleisten. Störungen oder Ineffizienzen in der Temperaturregelung können zu erheblichen Betriebsunterbrechungen, hohen Reparaturkosten und potenziellen Sicherheitsrisiken führen.

Während der Betrieb des statischen Umrichters läuft, ist der Zugang zur Ventilhalle stark eingeschränkt, was den Einsatz von Fernüberwachungssystemen erforderlich macht. Diese eingeschränkte Zugänglichkeit, kombiniert mit der Notwendigkeit elektromagnetischer Abschirmung zum Schutz der Messtechnik, erschwert die Installation und Wartung herkömmlicher Temperaturüberwachungssysteme. Daher ist eine zuverlässige, berührungslose Temperaturüberwachungslösung unerlässlich, um den sicheren, kontinuierlichen und effizienten Betrieb von HGÜ-Ventilhallen zu gewährleisten.

Optimierung des Wärmemanagements in HVDC-Ventilräumen
IR-Fernmessung in Hochspannungsanwendungen mit Wärmebildtechnologie

Berührungslose Temperaturmessung in Hochspannungsanwendungen mit Wärmebildtechnik

Die Temperaturmessung in Hochspannungsumgebungen (HV) stellt erhebliche Sicherheitsanforderungen. Konventionelle Messmethoden wie Thermoelemente oder Widerstandsthermometer (RTDs) erfordern stark isolierte Elektronik und Kabel. Diese Isolation kann den Betrieb von Hochspannungssystemen beeinträchtigen und Installation sowie Wartung erschweren. Besonders in Mehrkanalanwendungen und engen Einbauverhältnissen sind dick isolierte Kabel problematisch, und Sensorausfälle erfordern häufig den Austausch der gesamten Einheit. Zudem können elektromagnetische und elektrostatische Störungen die Signalqualität beeinträchtigen, was die Messgenauigkeit weiter verschlechtert.

Im Gegensatz dazu bieten stationäre Wärmebildkameras eine robuste Lösung zur Temperaturüberwachung in Ventilhallen von HGÜ-Systemen. Der größte Vorteil der Infrarot-Fernmessung liegt im fehlenden physischen Kontakt zwischen Hochspannungskomponenten und Messsystem – was die Methode intrinsisch sicher macht. Die Infrarotkameras liefern kontinuierliche, Echtzeit-Thermografie, die eine frühzeitige Erkennung potenzieller Probleme ermöglicht. Durch das Identifizieren von Hotspots und ungewöhnlichen Temperaturverläufen erlauben Wärmebildsysteme eine proaktive Wartung und reduzieren so das Risiko ungeplanter, kostenintensiver Ausfälle. Diese Fähigkeit ist insbesondere angesichts des eingeschränkten Zugangs zu Ventilhallen während des Betriebs von zentraler Bedeutung.

Die Fernüberwachung mit Wärmebildkameras ermöglicht es Betreibern, den Zustand der Anlagen zu beurteilen, ohne gefährliche Bereiche betreten zu müssen – was die Sicherheit und Betriebseffizienz deutlich erhöht. Über längere Zeiträume liefern die Kameras detaillierte thermische Profile, die Trendanalysen und vorausschauende Wartungsstrategien unterstützen. Durch die Aufrechterhaltung einer optimalen Temperaturregelung gewährleisten stationäre Wärmebildkameras den sicheren, kontinuierlichen und effizienten Betrieb von HGÜ-Ventilhallen.

Weitwinkel-Wärmebildtechnik halbiert die Anzahl der Installationspunkte

In einer Anwendung in Brasilien wurde eine Ventilhalle in einer elektrischen Umspannstation mit sechzig Optris-Infrarotkameras ausgestattet. Optris erhielt den Zuschlag für das Projekt, da eine kosteneffiziente, zuverlässige und robuste Lösung angeboten wurde, die exakt auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten war – unterstützt durch das hohe Vertrauen in deutsche Technologie.

Der Einsatz von Optris Infrarotkameras in Hochspannungsumgebungen erfordert besondere Vorkehrungen. Der Kunde benötigte elektromechanische Gehäuse, um die Kameras vor mechanischen Einflüssen und elektromagnetischen Feldern zu schützen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern bietet Optris eine Vielzahl an Zubehör, das die Schutzwirkung und Funktionalität der Kameras erhöht. Diese Zubehörteile sind für eine zuverlässige industrielle IR-Überwachungslösung unerlässlich. Ein Standard-Kühlgehäuse war dabei entscheidend – nicht nur zur Temperaturkontrolle, sondern auch als robuster Schutz gegen physische Beschädigungen und elektromagnetische Störungen.

Dank der Weitwinkeloptik der Optris-Wärmebildsysteme konnte der Kunde die Anzahl der benötigten Infrarotkameras deutlich reduzieren – die Gesamtzahl der Installationspunkte und potenziellen Fehlerquellen wurde im Vergleich zu anderen Herstellern nahezu halbiert.

Auch das Renommee deutscher Ingenieurskunst spielte eine wichtige Rolle. Direkte Interaktionen und Vor-Ort-Besuche stärkten das Vertrauen des Kunden zusätzlich und festigten die Zuversicht in die gewählte Lösung. Optris bot flexible Anschlussmöglichkeiten, die sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren ließen.

Darüber hinaus überzeugte Optris mit einem wettbewerbsfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Unter Berücksichtigung aller Zubehörkomponenten und Weitwinkeloptionen konnte Optris die Gesamtkosten optimieren, ohne den Schutz oder die Funktionalität zu beeinträchtigen. Diese Preisstrategie ermöglichte es Optris, sich gegen volumenstarke Niedrigpreisanbieter durchzusetzen, die mehr Kameras und zusätzliche Fremdgehäuse benötigten.

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