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PI 450i G7

Schnelle Präzisions-Infrarotkamera und Zeilenscanner für die Glasindustrie

PI 450i G7 PI 450i G7

Für eine präzise Temperaturmessung ist die Emissivität von Glas ein Schlüsselfaktor. Die Infrarotkamera PI 450i G7 adressiert Glas mit einem 7,9-µm-G7-Band bei der höchsten Glasemissivität, sodass Oberflächentemperaturen selbst bei schrägen Blickwinkeln zuverlässig bleiben. Die Infrarotkamera für Glas misst 150–900 °C und kann optional werkseitig bis 1500 °C kalibriert werden. Der 382 × 288 unkühlte Mikrobolometer der Infrarotkamera liefert radiometrische Ergebnisse, so dass temperaturrichtige Messungen am Glas präzise und reproduzierbar bleiben.

Die 17-µm-Pixel lösen kleinste Objekte mit einem 3 × 3-Pixel-Messfeld auf und ermöglichen lokalisierte Detailmessungen. Optiken lassen sich einfach wechseln, so dass das Sichtfeld der Infrarotkamera optimal auf die Messaufgabe abgestimmt werden kann. Radiometrisch ausgelegte Optiken minimieren Bildverzerrungen und erzeugen konsistente Temperaturwerte unabhängig von der Messobjektposition im Bild, so dass Infrarottemperaturmessungen als intensitätsbasierte Messungen genau bleiben. Zudem erreicht die Bildrate der Wärmebildkamera 80 Hz, so dass schnelle Linien und bewegte Teile mit geringer Bewegungsunschärfe verfolgt werden. Darüber hinaus toleriert die Wärmebildkamera Umgebungstemperaturen bis 80 °C und ermöglicht so Installationen in der Nähe heißer Industrieprozesse. Die hohe thermische Empfindlichkeit der radiometrischen Wärmebildkamera erlaubt die Erfassung feinster Temperaturunterschiede.

In Kombination mit der Wärmebildkamera ist PIX Connect eine leistungsfähige Thermografie-Software, so dass neben dem Zeilenscan, die Software auch Hot-/Cold-Spot-Suche, Histogramme, Zeit-Temperatur-Kurven, Profile und Bildfusion zur Verfügung stellt.

Zusätzliches Zubehör wie wassergekühlte Gehäuse für Umgebungstemperaturen bis 315 °C, Freiblasvorsätze zum Freihalten der Optik von Staub und Schmutz, sowie eine Prozessschnittstelle für die direkte Integration stehen zur Verfügung. Optris fertigt die Infrarotkamera PI 450i G7 in Deutschland und stellt Kalibrierzertifikate für Kunden bereit, die eine dokumentierte Rückführbarkeit benötigen. Kalibrierungen von Optris sind auf die deutsche PTB oder das amerikanische NIST rückführbar.

Infrarotkamera für Glas – Technische Highlights

  • Temperaturbereich: 150 °C bis 900 °C – optional bis 1500 °C
  • Spektrale Empfindlichkeit: 7,9 µm, passend zur höchsten Emissivität von Glas
  • Bildrate: Wärmebilder mit bis zu 80 Hz
  • Thermische Empfindlichkeit: bis 40 mK
  • Zulässige Umgebungstemperatur: bis 80 °C

5.850,00

Produktbeschreibung

Die PI 450i G7 ist eine leistungsstarke Infrarotkamera, die sowohl für Forscher als auch für Prozessingenieure entwickelt wurde. Sie unterstützt die berührungslose Temperaturmessung für Forschung und Prozesskontrolle und bietet standardmäßig eine mittlere Auflösung sowie hohe Bildqualität. Die Wärmebildkamera misst Temperaturen von 150 °C bis 900 °C und kann für Messwerte bis 1500 °C kalibriert werden. Sie verwendet einen ungekühlten Mikrobolometerdetektor mit 382 x 288 Pixeln zur Erzeugung von Wärmebildern. Die Precision Line von Optris ist für genaue Messungen und klare Bilder bekannt.

Für eine genaue Temperaturmessung ist die Emissivität von Glas ein entscheidender Faktor. Sie hängt von verschiedenen Einflüssen ab und muss je nach Anwendung berücksichtigt werden. Der spezielle G7-Spektralbereich von 7,9 µm stimmt mit der höchsten Emissivität des Glasmaterials überein und erleichtert die berührungslose Temperaturmessung, indem der Spektralbereich von Reflexion und Transmission minimiert wird. Neben reduzierten Reflexionsproblemen ist ein weiterer Vorteil die geringere Winkelabhängigkeit der Glasoberflächenemissivität in diesem Wellenlängenbereich. Dadurch kann die Oberflächentemperatur auch bei schrägen Betrachtungswinkeln unabhängig von Reflexionen gemessen werden.

Mit einer Pixelgröße von 17 µm kann die Wärmebildkamera kleine Bereiche bereits mit 3 x 3 Pixeln messen. Hochwertige, größere Optiken liefern klare Bilder mit geringer Verzerrung und gleichmäßiger Helligkeit. Anwender können aus verschiedenen austauschbaren Objektiven wählen, um die beste Ansicht und die genauesten Messungen für ihre Anforderungen zu erzielen.

Die Wärmebildkamera erfasst Bilder mit bis zu 80 Bildern pro Sekunde und eignet sich damit sehr gut für schnell bewegte Produktionsumgebungen. Ihre schnelle Reaktion reduziert Bewegungsunschärfe und sorgt auch bei bewegten Objekten für genaue Temperaturmesswerte.

Die PI 450i G7 arbeitet mit der Optris PIX Connect Software, die kostenlos heruntergeladen werden kann; Updates werden ebenfalls kostenlos bereitgestellt. Das PIX Connect Paket umfasst Funktionen zur Suche nach Hotspot- und Coldspot-Positionen, Histogramme, Temperaturprofile, Bildsubtraktion und weitere Werkzeuge zur Wärmebildverarbeitung. Für Forscher und Prozessingenieure bietet die PC-basierte PIX Connect Plattform leistungsstarke Möglichkeiten zur Wärmebildverarbeitung, mit denen vollständig kalibrierte Temperaturmessungen aus jedem Pixel der Szene extrahiert und dokumentiert werden können. Temperatur-Zeit-Daten können aus Live- oder aufgezeichneten Wärmevideodateien mit gespeicherten Temperaturdaten ausgelesen werden. Die Infrarotkamera bietet vielseitige Datenerfassungsfunktionen und ermöglicht es Ingenieuren, höchste, niedrigste und durchschnittliche Temperaturen aus Bereichen beliebiger Größe oder Form sowie komplexe Alarmsignale zu erfassen. Darüber hinaus können gespeicherte Wärmevideodateien Bild für Bild wiedergegeben werden, wodurch radiometrische Bilder erfasst und gespeichert werden können. Diese Funktion ermöglicht außerdem das Auslösen von Snapshots bei Temperaturschwankungen und stellt so eine umfassende Analyse und Dokumentation thermischer Daten sicher.

Die PI 450i G7 führt einen neuen Ansatz für Line Scanning in der Glasindustrie ein. Die Line-Scan-Funktion in der PIX Connect Software ermöglicht es Anwendern, Temperaturen entlang von Produktionslinien präzise zu messen. Dieses Werkzeug wandelt die Kamerabilder in eine kontinuierliche Darstellung von Temperaturänderungen entlang einer einzelnen Linie um und erleichtert so die Echtzeitüberwachung. Herkömmliche Zeilenscanner verwenden einen Punktdetektor und einen rotierenden Spiegel, wodurch sie sperrig, kostenintensiv und schwieriger einzurichten sind.

Der Einsatz der Wärmebildkamera als Line Scanner bedeutet, dass jede beliebige Linie aus dem Detektorarray ausgewählt werden kann. Diese Methode ist kompakter und kostengünstiger. Position und Größe der Linie lassen sich per Software einstellen, was Flexibilität bei der Einrichtung bietet. Zusätzlich steht ein vollständiges Infrarotbild für mehr Kontext zur Verfügung. Diese Funktionen unterstützen die Systemeinrichtung und Optimierung. Die Kamera kann Oberflächentemperaturen bewegter Objekte durch kleine Öffnungen messen, was in der Glasindustrie wichtig ist, da die Temperatur die Qualität beeinflusst. Temperaturen werden an mehreren Punkten erfasst und an das Prozessleitsystem übertragen. In diesem Modus ersetzt die Kamera sperrige mechanische Zeilenscanner und benötigt deutlich weniger Platz für die Installation. Ihre kompakte Größe und fortschrittlichen Funktionen erleichtern Einrichtung und Nutzung und erreichen oder übertreffen dennoch die Leistung älterer Systeme. Diese Umstellung verbessert die Effizienz und macht Infrarotbildgebung für viele Anwendungen praktischer.

Der kleine PI 450i G7 Kamerakopf wurde dafür entwickelt, sich leicht vom Labortisch in enge Bereiche auf dem Fabrikboden übertragen zu lassen. Die hohe zulässige Umgebungstemperatur von bis zu 80 °C weist auf Robustheit unter anspruchsvollen Bedingungen hin und macht die Kamera für industrielle Umgebungen geeignet.

Ein umfassendes Zubehörprogramm ist verfügbar, um die Kamera für Datenerfassung und Temperaturregelung selbst in schwierigsten Prozessumgebungen auszustatten. Wassergekühlte Gehäuse, die die Kamera bei Umgebungstemperaturen bis 315 °C schützen können, werden einschließlich Montagemöglichkeiten für das unten genannte Industrial Process Interface angeboten. Zusätzlich entwickelt und testet das Werk Luftspülzubehör, um eine optimale Leistung sicherzustellen, indem die Optik frei von dämpfenden Einflüssen durch Produktionsstaub oder Dämpfe gehalten wird. Für Außenmontageorte sind Außengehäuse für Wärmebildkameras mit integrierter Heizung verfügbar, die eine nahtlose Integration der PI 450i G7 Wärmebildkamera im Außenbereich ermöglichen.

Die PI 450i G7 Infrarotkamera und die PIX Connect Softwareplattform wurden sorgfältig entwickelt, um die Übertragung von Temperaturdaten von der Kamera an externe SPSen oder Steuerungsschnittstellen nahtlos zu ermöglichen. Mit dem Zubehör Industrial Process Interface können Temperatur- oder Alarmdaten aus bestimmten Bereichen über Strom- oder Relaisausgänge an eine externe SPS übertragen werden. Darüber hinaus ermöglicht die externe Triggerfunktion Anwendern, ein Einzelbild oder eine Live-Videosequenz aufzunehmen, wenn vordefinierte Temperaturschwellen erreicht werden, und sorgt so für eine präzise Überwachung und Steuerung kritischer Prozesse.

Die PI 450i G7 Infrarotkamera wird in Deutschland entwickelt und gefertigt und bietet Kalibrierzertifikate für Kunden, die eine Rückführbarkeit dokumentieren müssen.

Spezifikation
MODELL PI450i G7 18°x14° PI450i G7 29°x22° PI450i G7 53°x38° PI450i G7 80°x54°
DETEKTOR
Optische Auflösung 382×288 Pixel
Pixelabstand 17 µm
Detektor Ungekühlter Bolometer
Spektralbereich 7.9 µm
Optischer Filter Integriert
Bildfrequenz 80 Hz (umschaltbar auf 27 Hz)
OPTIK
Sichtfeld 18°x14° 29°x22° 53°x38° 80°x54°
Brennweite [mm] 20 12,7 7,7 5,7
Blendenzahl 1.1 0.9 0.9 0.9
Optische Auflösung 386:1 239:1 126:1 79:1
Mindestabstand zum Messobjekt 450 mm 350 mm 250 mm 200 mm
Austauschbare Optiken Ja
MESSUNG
Objekttemperaturbereich 200 °C… 1500 °C
150 °C… 900 °C
(Zielbereich 0 °C … 250 °C)
Genauigkeit ±2 °C oder ±2 %, je nachdem, was größer ist
Thermische Empfindlichkeit (NETD) 175 mK 150 mK 150 mK 150 mK
Kleinste detektierbare Spotgröße IFOV: 1 Pixel 0.4mm 0.5mm 0.6mm 0.9mm
Kleinste messbare Spotgröße MFOV 1.2mm 1.5mm 1.8mm 2.7mm
Messfeld (MFOV) 3×3 Pixel
Aufwärmzeit 10 min
Emissionsgrad /Transmissionsgrad/ Reflektivität einstellbar: 0.100…1.100
SCHNITTSTELLEN
Schnittstelle USB
optional: USB-GigE (PoE)-Schnittstelle
Unterstützte Protokolle USB 2.0
Kompatible Software PIXConnect, ConnectSDK, EasyAPI, ExpertAPI, RTSP
ANALOGE EIN-/AUSGÄNGE
Direkter Ausgang/Eingang 1x Analogausgang (0/4-20 mA)
1x Eingang (analog oder digital); optisch isoliert
Optionale industrielle Prozessschnittstelle (PIF) 3x Analogausgänge (0/4–20 mA oder 0–10 V) oder Alarm OUT (Relais) /
3x Eingänge (analog oder digital) / Fail-safe (LED und Relais); optisch isoliert
Kabellänge USB: 1 m (Standard), 3 m, 5 m, 10 m, 20 m
BILDVERARBEITUNG
Konfiguration über PIXConnect
Betrieb computergestützt
Funktionen Für Messungen an Glas, Messbereiche (AOI), Linienscanner, EventGrabber, Merger, Alarmierung, Vergleichsfunktionen, Temperatur-Zeit-Diagramme, Temperaturprofile, Aufzeichnen & Abspielen, Triggerung
ALLGEMEIN
Abmessungen 46 x 56 x 68 – 77 mm (abhängig von Objektiv + Fokusposition)
Gehäusematerial Aluminiumgehäuse
Gewicht 237 – 251 g (abhängig vom Objektiv)
Stativgewinde 1/4-20 UNC
Fokus Manuell
Ursprungsland Deutschland
UMWELT & ZERTIFIZIERUNGEN
Betriebstemperaturbereich 0…70°C
Lagertemperaturbereich -40…80 °C
Relative Luftfeuchte 20 – 80 %, nicht kondensierend
Schutzart IP67, NEMA-4
EMV 2014/30/EU
Stoß IEC 60068-2-27 (25 G und 50 G)
Vibration IEC 60068-2-6 (sinusförmig)
IEC 60068-2-64 (Breitbandrauschen)
Normen CE, UKCA, RoHS
STROMVERSORGUNG
Stromversorgung USB
Leistungsaufnahme max. 2.5 W
Artikelnummer OPTPI45ILTG7O18T150 OPTPI45ILTG7O29T150 OPTPI45ILTG7O53T150 OPTPI45ILTG7O80T150
Zusätzliche Hinweise 1) Genauigkeitsangabe gültig ab 150 °C
Applikationen
Software

Die Thermografie-Software optris PIX Connect ist im Lieferumfang enthalten und lizenzfrei. Alle Infrarotkameras werden mit der Thermografie-Software optris PIX Connect ausgeliefert, die speziell für die umfangreiche Dokumentation und Analyse von Wärmebildern entwickelt wurde. Die Windows-basierte PIX Connect Software ermöglicht es Anwendern, die Infrarotkameras an spezifische Anforderungen anzupassen. Sie analysiert Live- und aufgezeichnete Temperaturdaten und löst Alarmsignale für die Prozessintegration aus. Der Schlüssel zur optimalen Nutzung der Optris Infrarotkamera ist eine korrekte Konfiguration. Dazu gehören detaillierte gerätespezifische Einstellungen wie Bildfrequenz, Anpassung des Messbereiches, Einstellungen für die externe Kommunikation sowie USB-/Ethernet-Konfigurationen. Darüber hinaus ermöglicht PIX Connect Firmware-Updates und das Herunterladen von Konfigurationsdateien über das Internet. PIX Connect Optris bietet mehrere verschiedene SDKs für unsere Xi- und PI-Wärmebildkameras an. Abhängig von der verwendeten Plattform, der Infrarotkamera, der Programmiersprache und der Hardwareplattform können unterschiedliche Software-Schnittstellen genutzt werden: SDK Die Optris IRmobile App ermöglicht es Anwendern, ein Optris Infrarot-Pyrometer oder eine Infrarotkamera mit einem Android-Smartphone oder -Tablet einzurichten und in Betrieb zu nehmen. Dieses Tool ist besonders hilfreich bei der Inbetriebnahme und Ausrichtung des Sichtfeldes der Infrarotkamera oder bei der Anpassung der Konfiguration. Die App analysiert den Live-Infrarotbildstrom der angeschlossenen Infrarotkamera mit automatischer Heiß- und Kaltpunkt-Erkennung. Für Pyrometer wird ein Temperatur-Zeit-Diagramm oder das Videosignal angezeigt. Diese App funktioniert auf den meisten Android-Geräten mit Version 5.0+ mit einem USB-Anschluss, der USB-OTG (On The Go) unterstützt. Google Play

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FAQs

Warum sollte ich Glas mit einer G7-Infrarotkamera messen?

Eine genaue Temperaturmessung hängt wesentlich von der Emissivität von Glas ab, einem entscheidenden Faktor, der von mehreren Einflüssen bestimmt wird und auf spezifische Anwendungen abgestimmt werden muss. Der schmalbandige G7-Spektralbereich mit einem Maximum bei 7,9 µm stimmt mit der höchsten Emissivität von Glas überein und erleichtert die berührungslose Temperaturmessung, indem Probleme im Zusammenhang mit Reflexion und Transmission minimiert werden. Zusätzlich ist in diesem Wellenlängenbereich die Winkelabhängigkeit der Glasoberflächenemissivität reduziert, sodass eine Temperaturmessung unabhängig von Reflexionen auch bei schrägen Betrachtungswinkeln möglich ist.

Wie richte ich die Wärmebildkamera aus?

Die PI 640i G7 Infrarotkamera bietet einen Ausrichtmodus, in dem ein Infrarotbild angezeigt wird, jedoch keine Temperaturwerte gemessen werden.

Kann die PI 450i G7 mit mehr als einem Objektiv kalibriert werden?

Für die PI 450i G7 stehen sechs verschiedene Objektivoptionen zur Verfügung; jedes davon kann die an der Kamera installierte Optik ersetzen. Jede Optik dämpft Infrarotsignale in unterschiedlichem Maß und muss zusammen mit der Kamera kalibriert werden, um genaue Temperaturmessungen zu liefern. Daher ist es sinnvoll, zukünftige Optikanforderungen im Voraus zu berücksichtigen und diese bereits in die Erstbestellung der Kamera aufzunehmen.

Kann ich später ein weiteres Objektiv kaufen, wenn ich bei meiner ersten PI 450i G7 Infrarotkamera nicht mehr als eine Infrarotlinse bestelle?

Ja. Optris führt regelmäßig nachträgliche Kalibrierungen von IR-Objektiven durch. Sie müssen Ihre Kamera jedoch an Optris zurücksenden, damit die dämpfenden Effekte des neuen Objektivs während des Kalibrierprozesses korrekt berücksichtigt werden können.

Wie lade ich unterschiedliche Kalibrierdateien, wenn ich die Optik wechsle?

Kalibrierdateien für jede Optikkombination Ihrer PI640i sind auf den Optris Servern verfügbar und werden auf Ihren PC geladen, wenn dieser mit dem Internet verbunden ist und der Ladevorgang gestartet wird. Zusätzlich wird mit der Infrarotkamera ein USB-Stick mit der Software und den Kalibrierdateien geliefert.

Unterliegt die PI 450i G7 der Exportkontrolle?

Die hohe Auflösung der PI 450i G7 führt dazu, dass sie sowohl im EU- als auch im US-Markt der Exportkontrolle unterliegt. Bitte wenden Sie sich an die zuständigen lokalen Compliance-Behörden, um Verfahren für Exporte außerhalb der USA oder Europas zu klären.

Kann ich die PI 450i G7 zur Messung von Metalltemperaturen verwenden?

Die meisten Metalloberflächen haben einen niedrigen Emissionsgrad und neigen dazu, Wärmestrahlung aus ihrer Umgebung zu reflektieren. IR-Kameras mit langwelligen Detektoren wie die PI 450i G7 sind besonders anfällig für diesen Effekt niedriger Emissivität. Daher empfiehlt sich bei der Messung von Metallzielen in der Regel eine kurzwellige Kamera wie die Optris PI 1M (Link hier), sofern es nicht möglich ist, das Metallteil zu beschichten oder zu lackieren, um den Oberflächenemissionsgrad zu verbessern. Der Emissionsgrad von Metalloberflächen kann auch verbessert werden, wenn diese rau strukturiert sind oder wenn Bohrungen bzw. Vertiefungen vorhanden sind, in denen Messungen innerhalb der Kavität vorgenommen werden können.

Wo wird die PI 450i G7 hergestellt, und enthält sie Speicherkomponenten, die außerhalb der USA oder der Europäischen Union bezogen werden?

Die PI 450i G7 wird in Berlin, Deutschland, entwickelt, gefertigt und kalibriert. Einige elektronische Komponenten können außerhalb der EU oder der USA bezogen werden. Wichtig ist jedoch, dass die PI 450i G7 keine Wärmebilder oder Temperaturwerte in nichtflüchtigem Speicher speichert. Die PI 450i G7 speichert vollständige Wärmebilder, Wärmevideos (.ravi-Dateien) und Temperaturwerte ausschließlich auf dem Kunden-PC, auf dem die für den Betrieb der Kamera erforderliche PIX Connect Software installiert ist. Die Kamera verwendet Speicherkomponenten innerhalb der Kameraelektronik, die außerhalb der EU oder der USA bezogen werden können, um ein Referenzbild (auch Dark Picture genannt) des Shutters bzw. Flags für die Nichtuniformitätskorrektur sowie einige Referenztemperaturen zur Korrektur von Temperaturdrift zu speichern. Alle diese Speicherelemente werden gelöscht, sobald die Stromversorgung des Kamerakopfes abgeschaltet wird.

Verfügt die PI 450i G7 über WLAN oder andere Kommunikationsmöglichkeiten?

Die PI 450i G7 verfügt über keine elektronischen Komponenten, die eine externe Kommunikation ermöglichen.

Kann die PI 450i G7 ohne Verbindung zu einem Computer betrieben werden?

Die PI 450i G7 muss mit einem PC verbunden sein, auf dem die Optris PIX Connect Software installiert ist, um Wärmebilder und berührungslose Temperaturmessungen zu erzeugen. Durch den Verzicht auf Verarbeitung im Kamerakopf und die Nutzung der PC-Rechenleistung kann der Wärmebildkamerakopf kleiner ausgeführt und die zulässige Umgebungstemperatur erhöht werden. Ein autonomer Betrieb (ohne PC) wird von Optris Xi-Serien-Infrarotkameras unterstützt.

Kann die PI 450i G7 Temperaturinformationen von Messpunkten oder Bereichen an meine SPS senden?

Die PI 450i G7 Wärmebildkamera kann Temperaturinformationen oder Temperaturalarmmeldungen über den Process-Interface-Anschluss auf der Rückseite der Kamera senden. Ein Kabel mit integrierter Elektronik und Klemmenblock ist im Lieferumfang der Wärmebildkamera enthalten. Es kann in der PIX Connect Software als Analogeingang (AI) und Digitaleingang (DI) zur Steuerung der Wärmebildkamera oder als Analogausgang (AO) zur Prozesssteuerung programmiert werden. Der Signalpegel beträgt immer 0–10 V (DI = 24 V). Optional ist außerdem ein Industrial Process Interface erhältlich, das bis zu drei unabhängige Temperaturwerte oder Alarme an eine kundenseitige SPS ausgibt. Für Anwendungen mit Ausgabebedarf für mehr als drei Bereiche sind USB-RS485-Adapter verfügbar.

Wie hoch ist die Bit-Tiefe unserer Kamera?

Die Bit-Tiefe unserer Kameras beträgt 14 Bit. Die Daten liegen mit 16 Bit vor, jedoch werden nur 14 Bit für die Temperaturdaten verwendet; die übrigen 2 Bit bleiben ungenutzt.

Welche zugehörigen Artikelnummern gibt es für dieses Produkt?

OPTPI45IG7O18T150, OPTPI45IG7O29T150, OPTPI45IG7O53T150, OPTPI45IG7O80T150, MEPPI45IG7O18T150, MEPPI45IG7O29T150, MEPPI45IG7O53T150, MEPPI45IG7O80T150

Ich habe eine PI 640i und möchte sie mit dem USB-Kabel verbinden. Was kann ich tun, wenn ich in der Software kein Signal erhalte?

  • Prüfen Sie im WINDOWS-Gerätemanager, ob der USB-Treiber korrekt erkannt wurde.
  • Gehen Sie zu Einstellungen/Kamera oder suchen Sie nach „Kamera“ und aktivieren Sie dann die Option „Apps den Zugriff auf Ihre Kamera erlauben“. Dies kann aufgrund eines Windows-Updates erforderlich sein.
  • Wenn Sie in der PIXConnect-Software einen schwarzen Bildschirm sehen, kann dies an einer schwachen Leistung Ihres Grafikchips oder an der Hardwarebeschleunigung liegen. Reduzieren Sie in diesem Fall die Bildschirmauflösung des Monitors.
  • Prüfen Sie das USB-Kabel sowie die Steckerkontakte an Kamera- und PC-Seite.
  • Versuchen Sie einen anderen USB-Port am PC oder – falls verfügbar – einen anderen PC, um auszuschließen, dass das USB-Kabel ein Problem hat.
  • Möglicherweise ist die USB-Stromversorgung des PCs, an dem die Kamera betrieben wird, zu schwach.
  • Ein zu langes USB-Kabel, ein nicht von Optris bereitgestelltes USB-Kabel oder ein USB-Verlängerungskabel kann der Grund dafür sein, dass die PIXConnect-Software kein Signal erhält.
  • Verwenden Sie einen PC, auf dem Sie Administratorrechte haben, oder sprechen Sie mit Ihrem lokalen Administrator.

Ich verwende das SDK, um SimpleViewer unter Linux auszuführen, und habe PI Connect auf Windows installiert. Nach der Kalibrierung erscheint das Wärmebild vollständig schwarz und zeigt einen falschen Temperaturwert von 257 °F an. Welche Einrichtungs- oder Kalibrierungsschritte könnte ich übersehen haben, damit dies korrekt funktioniert?

  • Bezüglich der schwarzen Anzeige in der PIXConnect-Software: Dies kann durch eine schlechte Leistung Ihres Grafikchips verursacht werden, z. B. durch die Hardwarebeschleunigung. Reduzieren Sie die Bildschirmauflösung Ihres Monitors oder – wenn möglich – die Hardwarebeschleunigung.
  • Stellen Sie die Optimierung auf „Performance“ und entfernen Sie das Häkchen bei „High Speed temperature calculation“

Unterstützt die PI 640i externes Triggern? Kann ich konkret einen Relaisausgang oder den Digitalausgang einer Steuerung verwenden, um die Bildaufnahme der Kamera auszulösen?

  • Ja, die PI 640i Kamera unterstützt über die PIXConnect-Software ein externes Triggern zur Aufnahme eines Bildes.
  • Sie können über das Process Interface (PIF) ein analoges Eingangssignal oder ein digitales Eingangssignal verwenden, um die Kamera zu triggern.
  • Im Konfigurationsmenü unter den PIF-Einstellungen können Sie das Spannungssignal für das analoge Signal zum Triggern der Kamera festlegen oder die Flankenbedingungen für das digitale Signal definieren, um die Kamera auszulösen.
  • Eine weitere Möglichkeit, einen Snapshot über den Digitalausgang einer Steuerung auszulösen, ist die serielle Kommunikation (sofern an der SPS verfügbar). Dafür können Sie die Befehlsliste der seriellen Kommunikation verwenden, um den Befehl zur Aufnahme eines Snapshots zu senden.

Welche Optris Infrarotkamera eignet sich am besten zur Temperaturmessung bei Schweißprozessen?

  • Die Wahl der richtigen Optris Infrarotkamera hängt vom Temperaturbereich und von der Art des Schweißprozesses ab.
  • Für Kunststoffschweißen kann eine PI/Xi LT Kamera verwendet werden (8–14 µm).
  • Für Metallanwendungen (z. B. Stahl) sollte eine kurzwellige Kamera wie PI 1M/08M/05M, Xi 1M oder Xi05M eingesetzt werden (0,85–1,1 µm, 780–820 nm, 500–540 nm).
  • Für Laserschweißanwendungen bietet Optris IR-Kameras mit Sperrfilter an.

Wie hoch ist die Bit-Tiefe unserer Kamera?

Die Bit-Tiefe unserer Kameras beträgt 14 Bit. Die Daten liegen mit 16 Bit vor, jedoch werden nur 14 Bit für die Temperaturdaten verwendet, die anderen 2 Bit bleiben ungenutzt.

Können wir die Roh-ADU-Daten der Kamera an eine andere kommerzielle Software zur Verarbeitung senden?

Grundsätzlich geben wir keine Informationen über Rohdaten heraus. Die einzige Möglichkeit besteht darin, mit dem Connect SDK die ADU-Werte der Kamera als Matrix auszugeben. Diese ADU-Werte sind jedoch nicht interpretiert. Die Kameras können Temperaturinformationen und Farbinformationen an eine andere kommerzielle Software zur Weiterverarbeitung senden.

Ändert sich die Darstellung des Bildes, wenn im Connect SDK der Modus von Temperature auf ADU umgestellt wird?

Nein, die Art der Bilddarstellung ändert sich nicht. Das können Sie auch in den mit der PIX Connect Software bereitgestellten Softwarebeispielen sehen (Menü HELP => Connect SDK => Examples). Im Konfigurationsmenü unter => External communication => ConnectSDK können Sie den Modus von „Temperatures“ auf „ADU“ umstellen. Dies hat keinen Einfluss auf das angezeigte Bild.

Unser Unternehmen entwickelt und liefert Kamerasysteme für Stahlherstellungsprozesse und prüft verschiedene Kameratypen. Würden Sie für diese Anwendung langreichweitige, nahinfrarote oder kurzwellige Infrarotmodelle empfehlen?

Für Stahlherstellungsprozesse empfehlen wir kurzwellige Infrarotkameras wie die PI 1M, PI 08M, PI05M, Xi1M oder Xi 05M. Verwenden Sie möglichst die niedrigste Wellenlänge bzw. den niedrigstmöglichen Spektralbereich.

Die angegebene Genauigkeit in diesem Bereich für die PI 640i LT beträgt ±2 °C, aber ich frage mich, ob sich die Genauigkeit mithilfe von Informationen zur Oberflächenemissivität weiter verbessern oder auf ±1 °C oder besser kalibrieren ließe.

Nein, die tatsächliche Temperaturgenauigkeit lässt sich durch Informationen über die Oberflächenemissivität nicht weiter verbessern. Für die PI640i Kamera beträgt sie ±2 °C oder ±2 %. Genaue Informationen über die Emissivität der Oberfläche sind jedoch notwendig, um auf Basis des Reflexionsanteils auf der zu messenden Oberfläche die korrekte Temperatur zu bestimmen. Eine falsch eingestellte Emissivität führt zu einer Temperaturabweichung.

Ist Ihre Infrarotkamera langwellig (LWIR) oder kurzwellig (SWIR/MWIR)? Wie hoch ist die typische Bildfrequenz? Wie groß ist das IFOV (instantaneous field of view / Pixelgröße)? Und erfolgt die Verbindung zum PC über USB oder welche anderen Plattformen/Schnittstellen werden unterstützt (z. B. Ethernet)?

Optris bietet verschiedene Typen von IR-Kameras mit unterschiedlichen Wellenlängen an. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Kameratypen hinsichtlich Spektralbereich, typischer Bildfrequenz und Schnittstellenvarianten (USB oder Ethernet (ETH)):

Langwellige (LWIR) Kameras (Spektralbereich 8–14 µm):

  • PI400i LT (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI450i LT (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI640i LT (32 Hz, 640×120 px @ 125 Hz)
  • Xi80 LT ETH (50 Hz)
  • Xi400 LT USB (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • Xi410 LT ETH (25 Hz über Ethernet, 4 Hz über USB)
  • Xi640 LT USB (32 Hz)

Langwellige (LWIR) Kameras (Spektralbereich 7,9 µm):

  • PI450iG7 (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI640iG7 (32 Hz, 640×120 px @ 125 Hz)

Mittelwellige (MWIR) Kameras (Spektralbereich 3,9 µm):

  • Xi320MT (30 Hz)

Kurzwellige (SWIR) Kameras:

  • PI1M (0,85–1,1 µm), 32 Hz (382×268 px @ 80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz)
  • PI08M (780–820 nm), 32 Hz (382×268 px @ 80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz)
  • PI05M (500–540 nm), 764×480 px @ 32 Hz / 382×288 px @ 80 Hz (umschaltbar auf 27 Hz) / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz
  • Xi1M ETH (0,85–1,1 µm), 396×300 px, 20 Hz, 396×8 px (autonom: 396×1 px), 500 Hz, Ethernet, USB 2.0 (nur 20 Hz), autonomer Betrieb
  • Xi05M ETH (500–540 nm), 396×300 px, 20 Hz, 396×8 px (autonom: 396×1 px), 500 Hz, Ethernet, USB 2.0 (nur 20 Hz), autonomer Betrieb

Für die Xi 80 / 410 / 05M / 08M Kameras sind folgende digitale Schnittstellenkits verfügbar:

  • Ethernet TCP/IP / Modbus TCP Interface-Kit
  • EtherNet/IP Interface-Kit
  • Profinet-Kit
Lieferumfang
  • Infrarotkamera PI 450i G7
  • USB Kabel (1m)
  • IO Kabel für output/input (1 m) mit Klemmblock
  • Tripod
  • Robuster Transportkoffer für den Außenbereich (IP67)
  • Software package PIX Connect
  • PI Betriebshandbuch
Accessories

COMPARE:

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