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Xi 320 MT

Kompakte Ethernet-Infrarotkamera zur Temperaturmessung durch Flammen hindurch in Brennöfen

Die Optris Xi 320 MT ist eine Ethernet-fähige Wärmebildkamera für präzise, berührungslose Temperaturmessungen in anspruchsvollen industriellen Umgebungen. Die Wärmebildkamera für Messungen durch Flammen nutzt einen hochempfindlichen Infrarotdetektor im mittleren Wellenlängenbereich bei 3,9 µm. Sie ist mit einer motorisierten Fokuseinheit ausgestattet, sodass sich der Fokus aus der Ferne einstellen lässt und stets scharfe Bilder bei unterschiedlichen Arbeitsabständen gewährleistet werden. Mit einem Temperaturbereich von 475 °C bis 1700 °C eignet sich die Xi 320 MT ideal für Hochtemperaturanwendungen in der Metallurgie, der Keramik- und der Chemieindustrie.

Darüber hinaus unterstützt die Xi 320 MT Power-over-Ethernet, wodurch die Installation vereinfacht und der Verkabelungsaufwand reduziert werden. Dadurch entfällt der Bedarf an separaten Stromversorgungen, sodass eine zuverlässige Datenübertragung auch über längere Kabelstrecken möglich bleibt.

Die in Deutschland entwickelte und gefertigte Infrarotkamera Xi 320 MT vereint Innovation, Präzision und Langlebigkeit in einem kompakten Design. Das robuste, nach IP67 geschützte Gehäuse ist resistent gegenüber Wasser, Staub und Hitze, sodass die Infrarotkamera optimal in Brennkammern, Ofenwänden oder Reaktorbehältern eingesetzt werden kann.

Zusätzlich bietet die Xi 320 MT über die PIX Connect erweiterte Softwarefunktionen. Anwender können damit Wärmebilder konfigurieren, visualisieren und analysieren oder Linienabtastungen sowie Bildfusionen für die Prozessüberwachung durchführen. Die Software korrigiert zudem sogenannte Size-of-Source-Effekte, sodass Messgenauigkeit und Wiederholbarkeit verbessert werden. Systemintegratoren steht ein Entwicklerkit zur Verfügung, mit dem sich individuelle Anwendungen und automatisierte Inspektionsroutinen erstellen lassen.

Zur Erhöhung der Einsatzflexibilität kann die Xi 320 MT mit verschiedenen Zubehörkomponenten ausgestattet werden. Ein wassergekühltes Gehäuse erweitert den Einsatzbereich auf bis zu 250 °C, sodass die Wärmebildkamera auch in heißen Umgebungen zuverlässig funktioniert. Ein Freiblasvorsatz mit Schutzfenster hält die Optik sauber, sodass eine unterbrechungsfreie Temperaturmessung selbst in staubigen oder rauchigen Atmosphären möglich ist.

Xi 320 MT – Wärmebildkamera für Messungen durch Flammen – Technische Highlights

  • Industrielle Wärmebildkamera im mittleren Infrarotbereich
  • Spektralbereich: 3,9 µm
  • Kompakt, robust und mit motorisiertem Fokus
  • Ideal für Messungen durch Flammen in Öfen, chemischen Reaktoren und Brennkammern
  • Ethernet Schnittstelle

3.900,00

Produktbeschreibung

Die Optris Xi 320 MT ist eine industrielle mittelwellige Infrarotkamera, die für berührungslose Wärmebildgebung entwickelt wurde. Die in Deutschland gefertigte Kamera arbeitet bei einer Spektralwellenlänge von 3,9 µm und bietet eine Auflösung von 320 × 240 Pixeln. Sie ermöglicht eine präzise Temperaturmessung in einem Bereich von 475 °C bis 1700 °C. Das Gerät ist speziell für Anwendungen konfiguriert, die Temperaturmessungen durch Flammen erfordern, darunter die Überwachung von Werkstücken in Öfen, Messungen in chemischen Reaktoren und die Beobachtung von Ziegeltemperaturen in Brennkammern.

Die Xi 320 MT verfügt über hochauflösende Optiken, die mit der 11-Grad-Optik ein Verhältnis von Messabstand zu Messfleckgröße von 550:1 erreichen. Dadurch können kleine Messobjekte aus sicherer Entfernung überwacht werden. Der motorisierte Fokus ist ferngesteuert einstellbar und sorgt bei unterschiedlichen Arbeitsabständen für eine gleichbleibende Bildschärfe. Das kompakte, robuste und IP67-zertifizierte Gehäuse der Kamera unterstützt einen stabilen Betrieb in anspruchsvollen industriellen Umgebungen. Sie eignet sich für die dauerhafte Installation in Produktionslinien oder die Integration in bestehende Überwachungssysteme, wo sie kontinuierliche und präzise Temperaturdaten liefert.

Die Xi 320 MT verwendet einen ungekühlten Focal-Plane-Array-Detektor mit 12 µm Pixelpitch, der zu einem robusten und wartungsfreien Bildgebungssystem beiträgt. Im Gegensatz zu klassischen Zeilenscanner-Lösungen erzeugt der zweidimensionale Detektor vollständige radiometrische Wärmebilder, wodurch Temperaturverteilungen visualisiert und thermische Unregelmäßigkeiten sofort erkannt werden können. Diese Funktionen unterstützen Anwendungen wie Hotspot-Erkennung, Prozesssteuerung und Qualitätssicherung in der industriellen Fertigung und Materialverarbeitung.

Die Infrarotkamera bietet Konnektivität über eine schnelle Ethernet-Schnittstelle mit 30 Hz Bildfrequenz sowie eine USB-2.0-Schnittstelle mit 5 Hz. Temperaturwerte können direkt über einen Analogkanal ausgegeben werden. Alle Signale sind elektrisch isoliert, um einen zuverlässigen Betrieb in industriellen Umgebungen sicherzustellen. Als Stromversorgungsoptionen stehen 5–30 V DC, Power over Ethernet (PoE) oder USB zur Verfügung.

Die Optris Xi 320 MT wird mit der PIX Connect Software Suite geliefert, die umfassende thermische Analyse, Aufzeichnung und Berichterstellung unterstützt. Die Software umfasst Funktionen wie Zeilenscanning, Bildzusammenführung, automatische Spot-Erkennung und Korrektur des Size-of-Source-Effekts mithilfe fortschrittlicher Algorithmen. Eine integrierte Webserver-Funktion ermöglicht die Fernüberwachung und Steuerung der Kamera über jeden Standardbrowser. Software Development Kits stehen Entwicklern und Systemintegratoren zur Verfügung, um die Kamera in kundenspezifische Überwachungs- oder Automatisierungsplattformen einzubinden.

Eine Reihe von Zubehörteilen erweitert die Funktionalität der Kamera unter extremen Bedingungen. Ein wassergekühltes Gehäuse ermöglicht den Betrieb bei Umgebungstemperaturen bis 250 °C. Eine Luftspüleinheit mit Schutzfenster erhält die optische Klarheit in staubigen Umgebungen. Weitere Zubehörteile umfassen mechanische Befestigungsoptionen, Industriekabel und elektrische Steckverbinder.

Die Kombination aus präziser Temperaturmessung durch Flammen, robuster Bauweise und fortschrittlicher Konnektivität positioniert die Optris Xi 320 MT als Referenzgerät für mittelwellige Infrarot-Bildgebung in der metallurgischen, keramischen und chemischen Prozessindustrie.

Spezifikation
MODELL Xi320 MT 11°x8° Xi320 MT 17°x13° Xi320 MT 29°x21° Xi320 MT 41°x30°
DETEKTOR
Optische Auflösung 320×240 Pixel
Pixelpitch 12 µm
Detektor Ungekühlter Bolometer
Spektralbereich 3,9 µm
Optischer Filter Nein
Bildfrequenz Ethernet: 30 Hz
USB: 5 Hz
OPTIK
Sichtfeld (FOV) 11°x8° 17°x13° 29°x21° 41°x30°
Brennweite [mm] 20 13 8 6
Blendenzahl (F-Number) 1,1 0,9 0,9 0,9
Optische Auflösung 561:1 355:1 209:1 152:1
Mindestabstand zum Messobjekt 350 mm 350 mm 250 mm 200 mm
Austauschbare Optiken Nein
MESSUNG
Objekttemperaturbereich 475 … 1700 °C
Genauigkeit ±2 %
Thermische Empfindlichkeit (NETD) 1 K @ 600 °C
Kleinster erkennbarer Messpunkt (IFOV: 1 Pixel) 0,3 mm 0,5 mm 0,7 mm 0,8 mm
Kleinster messbarer Spot (MFOV) 0,9 mm 1,5 mm 2,1 mm 2,4 mm
Messfeld (MFOV) 3×3 Pixel
Aufwärmzeit 10 min
Emissionsgrad / Transmissivität / Reflektivität einstellbar: 0,100…1,100
SCHNITTSTELLEN
Schnittstelle USB 2.0 / Ethernet (100 Mbit/s) / PoE
Unterstützte Protokolle USB, Ethernet (statisch)
Kompatible Software PIXConnect, EasyComm, ConnectSDK, EasyAPI, DirectSDK
ANALOG EIN-/AUSGANG
Direkter Ein-/Ausgang 1x Analogausgang (0/4-20 mA)
1x Eingang (analog oder digital); optisch isoliert
Optionales Industrial Process Interface (PIF) 3x Analogausgänge (0/4–20 mA oder 0–10 V) oder Alarm OUT (Relais) /
3x Eingänge (analog oder digital) / Fail-Safe (LED und Relais);
stapelbar bis zu 3 PIFs; optisch isoliert
Kabellänge Ethernet: 1 m (Standard), 5 m, 10 m, 20 m (verlängerbar bis 100 m)
USB: 1 m (Standard), 3 m, 5 m
BILDVERARBEITUNG
Konfiguration über PIXConnect
Betrieb PC-gestützt
Funktionen Temperaturauswertung von Messbereichen, Linescanner, EventGrabber, Merger, Alarming, Vergleichsfunktionen
ALLGEMEIN
Abmessungen Ø 36 mm x 100 mm, Gewinde: M30x1
Gehäusematerial Edelstahl
Gewicht 216 – 220 g, abhängig von der Optik (ohne Halterung)
Stativanschluss 1/4-20 UNC
Fokus Motorisiert
Herkunftsland Deutschland
UMGEBUNG & ZERTIFIZIERUNGEN
Betriebstemperaturbereich 0…50 °C
Lagerungstemperaturbereich -40…70 °C
Relative Luftfeuchtigkeit 10 – 95 %, nicht kondensierend
Schutzklasse IP67, NEMA-4
EMV 2014/30/EU
Schock IEC 60068-2-27 (25 G und 50 G)
Vibration IEC 60068-2-6 (Sinusform)
IEC 60068-2-64 (Breitbandrauschen)
Standards CE, UKCA, RoHS
STROMVERSORGUNG
Stromversorgung USB oder Power over Ethernet oder 5–30 VDC
Leistungsaufnahme max. 2,5 W
Teilenummer OPTXI32MTO11T170 OPTXI32MTO17T170 OPTXI32MTO29T170 OPTXI32MTO41T170
Zusätzliche Hinweise
Areas of Application
Software

Die Thermografie-Software optris PIX Connect ist im Lieferumfang enthalten und lizenzfrei. Alle Infrarotkameras werden mit der Thermografie-Software optris PIX Connect ausgeliefert, die speziell für die umfangreiche Dokumentation und Analyse von Wärmebildern entwickelt wurde. Die Windows-basierte PIX Connect Software ermöglicht es Anwendern, die Infrarotkameras an spezifische Anforderungen anzupassen. Sie analysiert Live- und aufgezeichnete Temperaturdaten und löst Alarmsignale für die Prozessintegration aus. Der Schlüssel zur optimalen Nutzung der Optris Infrarotkamera ist eine korrekte Konfiguration. Dazu gehören detaillierte gerätespezifische Einstellungen wie Bildfrequenz, Anpassung des Messbereiches, Einstellungen für die externe Kommunikation sowie USB-/Ethernet-Konfigurationen. Darüber hinaus ermöglicht PIX Connect Firmware-Updates und das Herunterladen von Konfigurationsdateien über das Internet. PIX Connect Optris bietet mehrere verschiedene SDKs für unsere Xi- und PI-Wärmebildkameras an. Abhängig von der verwendeten Plattform, der Infrarotkamera, der Programmiersprache und der Hardwareplattform können unterschiedliche Software-Schnittstellen genutzt werden: SDK Die Optris IRmobile App ermöglicht es Anwendern, ein Optris Infrarot-Pyrometer oder eine Infrarotkamera mit einem Android-Smartphone oder -Tablet einzurichten und in Betrieb zu nehmen. Dieses Tool ist besonders hilfreich bei der Inbetriebnahme und Ausrichtung des Sichtfeldes der Infrarotkamera oder bei der Anpassung der Konfiguration. Die App analysiert den Live-Infrarotbildstrom der angeschlossenen Infrarotkamera mit automatischer Heiß- und Kaltpunkt-Erkennung. Für Pyrometer wird ein Temperatur-Zeit-Diagramm oder das Videosignal angezeigt. Diese App funktioniert auf den meisten Android-Geräten mit Version 5.0+ mit einem USB-Anschluss, der USB-OTG (On The Go) unterstützt. Google Play

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FAQs

Kann ich der Temperaturmessung eines einzelnen Pixels vertrauen?

Aufgrund der beugungsbegrenzten Eigenschaften der Infrarotoptik sind die optische Auflösung und Bildqualität physikalisch begrenzt. Da die Abmessungen einzelner Pixel in derselben Größenordnung wie die Infrarot-Wellenlänge liegen, sollten Anwender sicherstellen, dass das Messobjekt größer als das MFOV der Kamera ist.

Wie konfiguriere ich die IP-Adressen für die Xi 320 MT Wärmebildkameras?

Verwenden Sie die PIXConnect-Software, um die Ethernet-Einstellungen zu konfigurieren.

Unterstützt die Wärmebildkamera DHCP im Ethernet-Modus?

Nein, der Kamera muss eine statische IP-Adresse zugewiesen werden.

Benötige ich Software, um die Infrarotkamera zu betreiben?

Ja, die Software PIXConnect ist erforderlich.

Wofür wird die Xi 320 MT Wärmebildkamera eingesetzt?

Die Infrarotkamera Xi 320 MT wird hauptsächlich zur Überwachung von Werkstücken in Öfen, zur Messung in chemischen Reaktoren oder zur Beobachtung der Ziegelwandtemperatur in Brennkammern eingesetzt.

Wie fokussiere ich die Wärmebildkamera?

Der motorisierte Fokus kann mit der PIXConnect-Software eingestellt werden. Klicken Sie in der PIXConnect-Software in der Symbolleiste auf die Schaltfläche „distance“ und verwenden Sie den Schieberegler.

Wo wird die Xi 320 MT hergestellt, und enthält sie Speicherkomponenten, die außerhalb der USA oder der Europäischen Union bezogen werden?

Die Xi 320 MT wird in Berlin, Deutschland, entwickelt, hergestellt und kalibriert. Einige elektronische Komponenten können außerhalb der EU oder der USA bezogen werden. Wichtig ist jedoch, dass die Xi 320 MT keine Wärmebilder oder Temperaturwerte in nichtflüchtigem Speicher speichert. Die Xi 320 MT speichert vollständige Wärmebilder, Thermovideos (.ravi-Dateien) und Temperaturwerte ausschließlich auf dem kundenseitigen PC, auf dem die für den Betrieb der Kamera erforderliche PIX Connect Software läuft. Die Wärmebildkamera verwendet Speicherkomponenten in der Wärmebildkameraelektronik, die außerhalb der EU oder der USA bezogen werden können, um ein Referenzbild (auch Dunkelbild genannt) des Non-Uniformity-Correction-Paddles bzw. der Flagge sowie einige Referenztemperaturen zur Korrektur von Temperaturdrift zu speichern. Alle diese Speicherelemente werden gelöscht, sobald die Stromversorgung des Kamerakopfes unterbrochen wird.

Kann die Xi 320 MT Temperaturinformationen von Spots oder Bereichen an meine SPS senden?

Die Xi 320 MT kann Temperaturinformationen oder Temperaturalarme über die Process-Interface-Verbindung auf der Rückseite der Kamera senden. Ein Kabel mit integrierter Elektronik und Klemmleiste ist im Lieferumfang der Kamera enthalten. Es kann in der PIX Connect Software als Analogeingang (AI) und Digitaleingang (DI) zur Steuerung der Kamera oder als Analogausgang (AO) zur Prozesssteuerung programmiert werden. Der Signalpegel beträgt immer 0–10 V (DI = 24 V). Optional ist außerdem eine industrielle Prozessschnittstelle erhältlich, die bis zu drei unabhängige Temperaturwerte oder Alarme an eine kundenseitige SPS übertragen kann.

Welche Bittiefe hat die Kamera?

Die Bittiefe unserer Kameras beträgt 14 Bit. Die Daten haben 16 Bit, aber nur 14 Bit werden für die Temperaturdaten verwendet, die anderen 2 Bit bleiben ungenutzt.

Welche zugehörigen Artikelnummern gibt es für dieses Produkt?

OPTXI32MTO11T170, OPTXI32MTO17T170, OPTXI32MTO29T170, OPTXI32MTO41T170

Welche Bittiefe haben unsere Kameras?

Die Bittiefe unserer Kameras beträgt 14 Bit. Die Daten haben 16 Bit, aber nur 14 Bit werden für die Temperaturdaten verwendet, die anderen 2 Bit bleiben ungenutzt.

Können wir die rohen ADU-Daten der Kamera an eine andere kommerzielle Software zur Verarbeitung senden?

Grundsätzlich geben wir keine Informationen zu Rohdaten heraus. Die einzige Möglichkeit besteht darin, über das Connect SDK die ADU-Werte der Kamera als Matrix auszugeben. Diese ADU-Werte sind jedoch nicht interpretiert. Die Kameras können Temperaturinformationen und Farbinformationen zur Verarbeitung an eine andere kommerzielle Software senden.

Ändert das Umschalten des Modus von Temperature auf ADU im Connect SDK die Darstellung des Bildes?

Nein, die Darstellung des Bildes ändert sich nicht. Sie können dies in den mit der PIXConnect-Software bereitgestellten Softwarebeispielen sehen (siehe Menü HELP => Connect SDK => Examples). Unter dem Konfigurationsmenü => External communication => ConnectSDK können Sie den Modus von „Temperatures“ auf „ADU“ ändern. Dies hat keinen Einfluss auf das angezeigte Bild.

Unser Unternehmen entwickelt und liefert Kamerasysteme für Stahlherstellungsprozesse und prüft verschiedene Kameratypen. Würden Sie für diese Anwendung langreichweitige, nahinfrarote oder kurzwellige Infrarotmodelle empfehlen?

Für Stahlherstellungsprozesse empfehlen wir kurzwellige Infrarotkameras wie die PI 1M Kamera, PI 08M Kamera, PI05M Kamera, Xi1M Kamera oder Xi 05M Kamera. Verwenden Sie die möglichst niedrigste Wellenlänge bzw. den möglichst niedrigsten Spektralbereich!

Nach dem Verbinden der Optris Xi410 über Ethernet mit PIX Connect erhalte ich einen „frame timeout“-Fehler und das Infrarotbild erscheint überhaupt nicht. Die Kamera hat die richtige IP-Adresse und antwortet auf Ping. Wodurch könnte das verursacht werden?

Gehen Sie zu Einstellungen/Kamera oder suchen Sie nach „camera“ und aktivieren Sie dann die Schaltfläche „allow apps to access your camera“.

Welche Optris Infrarotkameras unterstützen die Integration mit Machine-Learning-Frameworks? Stellen sie über SDK/API (z. B. das OTC SDK) Zugriff auf rohe Wärmebilddaten bereit, sodass Entwickler eigene ML-Modelle für Aufgaben wie Segmentierung, Klassifizierung oder prädiktive thermische Analyse anwenden können?

Die IR-Kameras stellen keinen Zugriff auf rohe Wärmebilddaten bereit. Sie erhalten die Temperaturdaten über das SDK (OTC SDK) von der Kamera in Ihren Prozess.

Welche Optris Infrarotkamera eignet sich am besten zur Temperaturmessung bei Schweißprozessen?

  • Die Wahl der richtigen Optris Infrarotkamera hängt vom Temperaturbereich und von der Art des Schweißprozesses ab.
  • Für Kunststoffschweißen kann eine PI/Xi LT Kamera verwendet werden (8–14 µm).
  • Für Metall (z. B. Stahlanwendungen) sollte eine kurzwellige Kamera wie PI 1M/08M/05M, Xi 1M oder Xi05M verwendet werden (0,85–1,1 µm, 780–820 µm, 500–540 µm).
  • Für Laserschweißanwendungen bietet Optris IR-Kameras mit Sperrfilter an.

Ist Ihre Infrarotkamera langwellig (LWIR) oder kurzwellig (SWIR/MWIR)? Wie hoch ist die typische Bildfrequenz? Wie groß ist das IFOV (instantaneous field of view / Pixelgröße)? Und erfolgt die Verbindung zum PC über USB oder welche anderen Plattformen/Schnittstellen werden unterstützt (z. B. Ethernet etc.)?

Optris bietet verschiedene Arten von IR-Kameras mit unterschiedlichen Wellenlängen an. Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Kameratypen hinsichtlich Spektralbereichen, typischen Bildfrequenzen und Schnittstellenversionen (USB oder Ethernet (ETH)):

Langwellige (LWIR) Kameras (Spektralbereich 8–14 µm):

  • PI400i LT (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI450i LT (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI640i LT (32 Hz, 640×120 px @ 125 Hz)
  • Xi80 LT ETH (50 Hz)
  • Xi400 LT USB (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • Xi410 LT ETH (25 Hz über Ethernet, 4 Hz über USB)
  • Xi640 LT USB (32 Hz)

Langwellige (LWIR) Kameras (Spektralbereich 7,9 µm):

  • PI450iG7 (80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz)
  • PI640iG7 (32 Hz, 640×120 px @ 125 Hz)

Mittelwellige (MWIR) Kameras (Spektralbereich 3,9 µm):

  • Xi320MT (30 Hz)

Kurzwellige (SWIR) Kameras:

  • PI1M (0,85–1,1 µm), 32 Hz (382×268 px @ 80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz)
  • PI08M (780–820 nm), 32 Hz (382×268 px @ 80 Hz, umschaltbar auf 27 Hz / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz)
  • PI05M (500–540 nm), 764×480 px @ 32 Hz / 382×288 px @ 80 Hz (umschaltbar auf 27 Hz) / 72×56 px / 764×8 px @ 1 kHz
  • Xi1M ETH (0,85–1,1 µm), 396×300 px, 20 Hz, 396×8 px (autonom: 396×1 px), 500 Hz, Ethernet, USB 2.0 (nur 20 Hz), autonomer Betrieb
  • Xi05M ETH (500–540 nm), 396×300 px, 20 Hz, 396×8 px (autonom: 396×1 px), 500 Hz, Ethernet, USB 2.0 (nur 20 Hz), autonomer Betrieb

Für die Kameras Xi 80 / 410 / 05M / 08M sind folgende digitale Schnittstellen-Kits verfügbar:

  • Ethernet TCP/IP / Modbus TCP Interface Kit
  • EtherNet/IP Interface Kit
  • Profinet Kit
Lieferumfang
  • Infrarotkamera Xi 320 MT
  • Ethernet / PoE Kabel (1 m)
  • USB cable (1m)
  • IO Cable for output/input (1 m) mit Klemmblock
  • Haltewinkel mit Mutter
  • Software package Optris PIX Connect
  • Quick Start Guide
Accessories

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