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Transmissivität (Transmissivity)

Neben der Absorptivität und der Reflexivität gehört die Transmissivität zu den drei grundlegenden Materialeigenschaften von Objekten, die die Wechselwirkung elektromagnetischer Strahlung mit Materie beschreiben. Sie ist das Verhältnis der Strahlungsintensitäten nach und vor der Ausbreitung durch das betrachtete Objekt: τ = I/I₀ (siehe Abbildung). Da es sich um eine Verhältnisgröße handelt, ist sie dimensionslos. Die Transmissivität kann Werte zwischen 0 und 1 annehmen, wobei 0 bedeutet, dass keine Transmission stattfindet, während der Wert 1 bedeutet, dass die gesamte Strahlung durchgelassen wird. Die Transmissivität τ steht mit der Reflexivität ρ und der Absorption α in folgender Beziehung:

1 = α + ρ + τ

Nach dieser Beziehung hängt die Transmissivität also von dem Anteil der Strahlung ab, der weder an der Materialoberfläche reflektiert noch beim Durchgang durch das Material absorbiert wird.

Bei vielen Messobjekten kann die Transmission vernachlässigt werden. Dünne Kunststofffolien oder Fenstermaterialien können jedoch eine signifikante Transmissivität aufweisen. Die Transmissivität hängt stark von der betrachteten Wellenlänge ab. Standardfensterglas ist beispielsweise für sichtbares Licht transparent, jedoch für Wellenlängen größer als 5 µm vollständig undurchlässig. Das bedeutet, dass bei Infrarotkameras mit einer spektralen Empfindlichkeit von 8 µm bis 14 µm kein Standardglas für Optiken oder Schutzfenster verwendet werden kann, sondern spezielle Optiken aus Silizium oder Germanium eingesetzt werden müssen. Diese sind wiederum im sichtbaren Spektralbereich nicht transparent.

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