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Spitzenwertspeicherung (Peak Hold)

„Peak Hold“ (Spitzenwert-Haltefunktion) ist eine wichtige Funktion in Temperatursensoren wie Bolometern oder Pyrometern und ermöglicht die effektive Verarbeitung gemessener Temperaturwerte auf niedriger Signalebene. Bei Optris-Temperatursensoren bezeichnet Peak Hold die Fähigkeit, den höchsten gemessenen Temperaturwert über einen festgelegten Zeitraum – die sogenannte Haltezeit – zu speichern und diesen Wert als „TProc“ am Sensorausgang auszugeben. Ist die Funktion aktiviert, erfasst der Sensor kontinuierlich Temperaturwerte und behält den höchsten ermittelten Wert bei. Sinkt die Temperatur unter den höchsten gemessenen Wert, beginnt der Countdown der Haltezeit. Nach Ablauf dieser Zeit nähert sich der TProc-Wert schrittweise der aktuellen Temperatur an, bis er entweder den aktuellen Wert erreicht oder die Temperatur wieder ansteigt – in diesem Fall folgt TProc der steigenden Temperatur weiter.

Darüber hinaus steht ein erweiterter Peak-Hold-Modus zur Verfügung. In diesem Modus folgt der TProc-Ausgang ähnlich wie beim Standardmodus der ansteigenden Amplitude der gemessenen Temperatur und speichert den bisher höchsten Wert. Sinkt die Temperatur, bleibt der höchste gemessene Wert erhalten. Um den gespeicherten Maximalwert zurückzusetzen, muss der Temperaturverlauf einer nichtlinearen Kurve folgen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Temperatur zunächst unter einen vordefinierten Schwellenwert fällt, dann wieder ansteigt, diesen Schwellenwert überschreitet und anschließend um den vom Benutzer definierten Hysteresewert wieder fällt. Dieser Verlauf führt zu einem Reset des TProc-Ausgangs auf den zuletzt gemessenen Maximalwert, der dann als höchste Temperatur beibehalten wird, bis der aktuelle Temperaturwert erneut ansteigt und den vorherigen Höchstwert überschreitet. Ein weiterer Reset erfolgt, wenn der Temperaturverlauf erneut der beschriebenen nichtlinearen Kurve folgt.

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