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Temperaturgleichmäßigkeit

Die Temperaturgleichmäßigkeit bei Infrarotkameras beschreibt die Konsistenz und Gleichmäßigkeit der Temperaturmessungen über das gesamte Sichtfeld hinweg. Sie gibt an, wie präzise die Kamera Temperaturen messen und darstellen kann, ohne dass es zu nennenswerten Abweichungen innerhalb des Bildes kommt. Eine gute Temperaturgleichmäßigkeit stellt sicher, dass die Kamera konsistente Messwerte liefert – mit minimalen Unterschieden zwischen Bildbereichen, die tatsächlich dieselbe Temperatur haben sollten. Bei radiometrischen Infrarotkameras bedeutet dies zudem, dass die Temperaturanzeige unabhängig von der Position im Sichtfeld der Kamera ist.

Jedes Pixel in einem Infrarotdetektorarray kann aufgrund von Fertigungstoleranzen, Materialunterschieden oder anderen Faktoren leicht unterschiedlich auf dieselbe Menge einfallender Infrarotstrahlung reagieren. Dies führt zu sogenanntem „räumlichen Rauschen“, das sich in ungleichmäßigen Temperaturanzeigen über das Bild hinweg äußert und die Genauigkeit sowie die Qualität des Wärmebildes beeinträchtigt. Die Nichtgleichmäßigkeitskorrektur (Non-Uniformity Correction, NUC) dient dazu, diese Pixel-zu-Pixel-Abweichungen zu kompensieren und die Temperaturgleichmäßigkeit zu verbessern. Dabei werden Aufnahmen einer homogenen Referenzfläche – etwa eines geschlossenen Shutters – bei einer bekannten Temperatur gemacht. Die Infrarotkamera ermittelt anschließend die Reaktion jedes Pixels auf diese gleichmäßige Szene und identifiziert Abweichungen von der erwarteten Referenz. Aus diesen Messungen werden Korrekturkoeffizienten abgeleitet, die während des Betriebs auf die Rohdaten angewendet werden. Dieser Prozess gleicht die Signale aller Pixel aneinander an und sorgt so für ein gleichmäßiges und präzises Wärmebild.

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