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Glass Tempering Scanner

Hochauflösendes G7-Infrarot-Messsystem zur Bottom-up-Glasinspektion in Glashärtungsanlagen

Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner Glass Tempering Scanner

Der Glass Tempering Scanner (GTS) ist ein Bottom-up-Messsystem zur Glasinspektion, ein System, das von unten nach oben misst und eine einfache und zuverlässige Lösung für die Temperaturmessung bei der Herstellung von niedrigemittierendem Glas (Low-E-Glas) ermöglicht.

Der Scanner verwendet eine einzelne Infrarotkamera mit 120°-Weitwinkeloptik, die unterhalb der Glashärtungslinie installiert wird. Im Linienscan-Modus misst sie die Temperatur auf der unbeschichteten Seite des Glases mit hohem Emissionsgrad und liefert ein vollständiges Wärmebild über die gesamte Glasbreite.

Dank der kompakten Bauform und der einfachen Einrichtung lässt sich das System unkompliziert installieren und bedienen. Ein ultraschnelles Pyrometer erkennt in Kombination mit einem Shutter Glasbruch und schützt die Kamera. Dadurch wird eine zuverlässige und kontinuierliche Temperaturüberwachung ermöglicht.

  • Linienscan-Funktion für Glashärtungsprozesse
  • Wärmebilder von Glasscheiben aller Größen
  • Präzise Temperaturmessung der glasscheiben
  • Berechnung der Glasfläche
  • Integrierte ultraschnelle Glasbrucherkennung in Kombination mit einem digital gesteuerten Schutzsystem für die Kameraoptik
  • Einfache Installation an Glashärtungsanlagen

Glass Tempering Scanner — Important Features:

  • 640 × 480 px
  • 150 – 1500 °C
  • bis zu 45 °C

Ab 19.300,00€

Produktbeschreibung

Low-E-Glas (Low-Emissivity-Glas) wird häufig für Fenster und Fassadenelemente eingesetzt, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern. Für die herkömmliche Infrarot-Temperaturmessung stellt es jedoch eine besondere Herausforderung dar. Low-E-Glas verfügt über eine beschichtete Seite mit sehr niedrigem Emissionsgrad. Infrarotmesssysteme werden üblicherweise oberhalb der Glashärtungslinie positioniert und messen das Glas beim Austritt aus dem Ofen. Die Messung der beschichteten Oberfläche kann daher zu ungenauen oder instabilen Temperaturwerten führen. Zuverlässige Temperaturdaten sind während des Glashärtungsprozesses entscheidend, da die Temperaturverteilung einen direkten Einfluss auf die Glasqualität, die Prozessstabilität und die endgültigen Produkteigenschaften hat.

Der Optris Glass Tempering Scanner bietet hierfür eine Bottom-up-Messlösung. Das System wird unterhalb der Glashärtungslinie installiert und misst die unbeschichtete Seite des Glases mit hohem Emissionsgrad. Dieses beschichtungsunabhängige Messprinzip liefert kontinuierlich zuverlässige Temperaturdaten, unabhängig von der Low-E-Beschichtung auf der Oberseite. Durch die Messung von unten erhalten Hersteller ein gleichmäßiges Temperaturprofil, auch wenn unterschiedliche Beschichtungen oder Glasarten auf derselben Produktionslinie verarbeitet werden.

Das System verwendet eine einzelne Infrarotkamera mit einer 120° × 100°-Optik und einer Brennweite von 3,5 mm. Das besonders große Sichtfeld ermöglicht die Überwachung einer großen Fläche bei vergleichsweise geringem Installationsabstand. Im horizontalen Linienscan-Modus erreicht das System eine Scanbreite von bis zu 3,0 m. Durch eine diagonale Anordnung lässt sich die Scanbreite auf etwa 4,2 m erhöhen. Aufgrund der optischen Eigenschaften und der reduzierten Bildfrequenz wird diese Konfiguration jedoch nicht für Standardinstallationen empfohlen.

Der Glass Tempering Scanner unterstützt Temperaturmessungen bis zu 1500 °C und bietet eine thermische Empfindlichkeit (NETD) von 80 mK. Dadurch können selbst geringe Temperaturunterschiede auf der Glasoberfläche detailliert erfasst werden. Thermische Unregelmäßigkeiten lassen sich schnell erkennen und liefern wertvolle Informationen für die Steuerung des Heiz- und Kühlprozesses. Zwei integrierte Ausrichthilfen unterstützen die präzise Positionierung und Ausrichtung der Scanlinie während der Installation und Inbetriebnahme.

Der komplette Scanner wird als vormontiertes und vorverkabeltes System geliefert, wodurch der Installationsaufwand gering ist. Mit seinen kompakten Abmessungen von 722 × 145 × 72 mm lässt er sich auch bei begrenzten Platzverhältnissen unterhalb neuer oder bestehender Glashärtungslinien integrieren. Eindeutig gekennzeichnete Kabelanschlüsse vereinfachen die Verkabelung und Inbetriebnahme und helfen, Anschlussfehler zu vermeiden.

Da das System unterhalb des Glases positioniert ist, spielt der Schutz vor Glasbruch eine wichtige Rolle. Eine ferngesteuerte Schutzklappe schützt die Kameraoptik vor herabfallenden heißen Glasscherben. Dadurch werden Beschädigungen vermieden und ein zuverlässiger Betrieb auch im Falle eines Glasbruchs unterstützt. Zusätzlich schützt eine spezielle Kabelabdeckung die Verkabelung vor heißen Glasfragmenten und reduziert das Risiko thermischer und mechanischer Beschädigungen unter anspruchsvollen Produktionsbedingungen.

Im Linienscan-Modus stellt das System mithilfe der PIX Connect Software Live-Temperaturprofile über die gesamte Glasbreite bereit. Die Temperaturverteilung kann während der Produktion in Echtzeit überwacht werden. Einzelne Messungen lassen sich zudem als Momentaufnahmen speichern und anschließend analysieren und dokumentieren. Dadurch können Anwender Prozessbedingungen überprüfen, Temperaturverteilungen vergleichen und die Qualitätskontrolle sowie die Prozessoptimierung unterstützen.

Durch die Kombination aus beschichtungsunabhängiger Temperaturmessung, Weitwinkeloptik, kompakten Abmessungen und vorverkabeltem Aufbau bietet der Optris Glass Tempering Scanner eine praxisgerechte Alternative zu herkömmlichen, großvolumigen Linienscan-Systemen. Die präzise Temperaturüberwachung trägt dazu bei, die Prozessstabilität zu verbessern, Ausschuss zu reduzieren, die Installation zu vereinfachen und eine gleichbleibend hohe Produktqualität während des gesamten Glashärtungsprozesses sicherzustellen.

Technische Daten
MODELL GTS 120°
DETEKTOR
Optische Auflösung Volle Auflösung: 640×480 Pixel
Linienscan: 640×120 Pixel
Pixelgröße 17 µm
Detektor Ungekühltes Bolometer
Spektralbereich 7,9 µm
Optischer Filter Integriert
Bildfrequenz Volle Auflösung: 32 Hz
Linienscan: 125 Hz
OPTIK
Sichtfeld 120° x 100°
Brennweite [mm] 3,5 mm
Blendenzahl 1
Scanbreite 3,0 m (HFOV) bei einer Positionierung 1 m unterhalb des Glases
Wechseloptik Ja
MESSTECHNIK
Objekttemperaturbereich 200 °C … 1500 °C
150 °C … 900 °C
(Visierbereich 0 °C … 250 °C)
Genauigkeit ±2 °C oder ±2 %, je nachdem, welcher Wert größer ist **1)
Thermische Empfindlichkeit (NETD) 80 mK
Kleinste erfassbare Messfleckgröße IFOV: 1 Pixel 1,2 mm
Kleinste messbare Messfleckgröße MFOV 3,6 mm
Messfeld (MFOV) 3×3 Pixel
Aufwärmzeit 10 min
Emissionsgrad / Transmissionsgrad / Reflexionsgrad einstellbar: 0,100…1,100
SCHNITTSTELLEN
Schnittstelle Ethernet über USB-GigE-Schnittstelle (PoE)
Unterstützte Protokolle Ethernet (max. 1000 Mbit/s)
Kompatible Software PIXConnect, ConnectSDK, EasyAPI, ExpertAPI
BILDVERARBEITUNG
Konfiguration über PIXConnect
Betrieb Computergestützt
Funktionen Temperaturmessung an Glas, Messung in definierten Bereichen (AOI), Linienscanner, EventGrabber, Merger, Alarmfunktionen, Vergleichsfunktionen, Temperatur-Zeit-Diagramme, Temperaturprofile, Aufzeichnung und Wiedergabe, Triggerfunktionen …
GLASBRUCHSENSOR – DETEKTOR
Detektor InAsSb
Messprinzip Einkanal
Spektralbereich 2,2 – 6 μm
Ansprechzeit 300 μs (90 % Signal)
Belichtungszeit 90 μs (90 % Signal)
Abtastfrequenz 11000 Hz
Austauschbarer Messkopf Nicht verfügbar
GLASBRUCHSENSOR – OPTIK
Entfernungs-Messfleck-Verhältnis (E:M) 30:1
Messfleckgröße (SF-Optik) 36,7 mm bei 1100 mm
Abstand unabhängig
GLASBRUCHSENSOR – VISIERUNG
Visierung Doppellaser
GLASBRUCHSENSOR – MESSTECHNIK
Objekttemperaturbereich 0 °C … 500 °C
Genauigkeit 2) ±(0,3 % vom Messwert +2 °C)
Wiederholgenauigkeit 2) ±(0,1 % vom Messwert +1 °C)
Temperaturkoeffizient 3) ± 0,05 K/K oder ± 0,03 %/K
Thermische Empfindlichkeit (NETD) 180 mK
Aufwärmzeit Keine
Emissionsgrad / Transmissionsgrad / Reflexionsgrad 0,100 – 1,100
Steigung Nicht verfügbar
ALLGEMEIN
Abmessungen 722 x 145 x 72 mm
Gehäusematerial Edelstahl
Gewicht 23 kg (Gesamtsystem einschließlich Kabelschutz)
Ursprungsland Deutschland
UMGEBUNGSBEDINGUNGEN & ZERTIFIZIERUNGEN
Betriebstemperaturbereich 0…45 °C (ohne zusätzliche Kühlung)
Lagertemperaturbereich -40…85 °C
EMV 2014/30/EU
Schock IEC 60068-2-27 (25 G und 50 G)
Vibration IEC 60068-2-6 (sinusförmig)
IEC 60068-2-64 (Breitbandrauschen)
Normen CE, UKCA, RoHS
STROMVERSORGUNG
Spannungsversorgung 100-230 VAC
Artikelnummer
Zusätzliche Hinweise
Mögliche Anwendungsbereiche
Software

Die Thermografiesoftware Optris PIX Connect ist im Lieferumfang enthalten und lizenzfrei.

Alle Infrarotkameras werden mit der speziell für die umfassende Dokumentation und Analyse von Wärmebildern entwickelten Thermografiesoftware Optris PIX Connect ausgeliefert. Die Windows-basierte Software ermöglicht es Anwendern, die Infrarotkameras an ihre individuellen Anforderungen anzupassen. Sie analysiert Live-Temperaturdaten und aufgezeichnete Messwerte und löst Alarmsignale zur Prozessintegration aus.

Die richtige Konfiguration ist entscheidend für den optimalen Einsatz der Optris Infrarotkameras. Dazu gehören detaillierte gerätespezifische Einstellungen wie Bildfrequenz, Anpassung des Temperaturmessbereichs, externe Kommunikation sowie USB- und Ethernet-Konfigurationen. Darüber hinaus ermöglicht PIX Connect Firmware-Updates und das Herunterladen von Konfigurationsdateien über das Internet. PIX Connect

Optris bietet verschiedene Software Development Kits (SDKs) für die Wärmebildkameras der Xi- und PI-Serie an. Abhängig vom Betriebssystem, der verwendeten Infrarotkamera, der Programmiersprache und der Hardwareplattform stehen unterschiedliche Softwareschnittstellen zur Verfügung: SDK

Mit Optris IRmobile können Anwender Optris Infrarotpyrometer und Infrarotkameras über ein Android-Smartphone oder -Tablet einrichten und in Betrieb nehmen. Die App unterstützt insbesondere bei der Inbetriebnahme, der Ausrichtung des Sichtfeldes von Infrarotkameras sowie bei der Anpassung der Gerätekonfiguration.

Die App analysiert den Live-Infrarotbildstrom der angeschlossenen Infrarotkamera und ermöglicht eine automatische Hot- und Cold-Spot-Erkennung. Bei Pyrometern werden ein Temperatur-Zeit-Diagramm oder das Videosignal angezeigt.

Die App ist mit den meisten Android-Geräten ab Version 5.0 kompatibel, die über einen USB-Anschluss mit USB-OTG-Unterstützung (On-The-Go) verfügen. Google Play

Herunterladen
Lieferumfang
  • GTS-Haupteinheit (vormontiert) mit Schutzklappe für die Notfallschließung, Elektronik und PI 640i G7 mit 120°-Optik

  • 10 m Ethernet-Kabel

  • Netzkabel für 100–240 V AC

  • Glasbruchsensor (CTlaser 4ML) mit 10 m Kabel

  • Ofentürsensor (CTi LT) mit 10 m Kabel

  • Analogeingangskabel, 10 m lang

  • 2× Ausrichthilfe mit jeweils 10 m Kabel

  • Optional: Fernbedienungstaster mit 10 m Kabel

  • Kabelschutzrohre (6 Stück)

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